Zwangsstille

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shz.de von
28. August 2013, 00:33 Uhr

Wie sehr der Mensch von einigen Dingen abhängig ist, zeigt sich erst, wenn diese fehlen. Groß war daher auch das Erstaunen, als gestern in Leck und Niebüll für eine knappe halbe Stunde der Strom ausfiel. Innerhalb von wenigen Monaten war das bereits der dritte Ausfall. Nichts ging mehr. Oder sagen wir: Fast nichts ging mehr. Der Computerbildschirm war schwarz, der Telefonanschluss tot, der Kühlschrank dunkel, das Radio still, der Föhn kalt, die Kasse im Supermarkt geschlossen, der Fahrstuhl blockiert, der Fernseher aus, die Waschmaschine stumm, der Drucker ruhig und der Kaffee bitter. Aber so herrlich ruhig war es irgendwie.

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