Zur richtigen Zeit das Richtige tun

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Die Feuerwehrleute Osterschnatebüll/Klintum meisterten allerlei Übungen für den „Roten Hahn III“ / „Junge und gut ausgebildete Wehr“

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18. Juli 2014, 12:41 Uhr

Der Abend wurde lang für die Freiwillige Feuerwehr Oster-Schnatebüll/Klintum: Gleich zwei Einsätze beschäftigte die Aktiven, sie retteten drei Personen und löschten einen Brand. Zum Glück waren es nur Übungen, die die Feuerwehrleute mit Bravour meisterten und ihnen die Leistungsbewertung „Roter Hahn Stufe III“ einbrachte.

Die Auszeichnung „Roter Hahn“ wird seit 2003 vergeben, mittlerweile gibt es fünf Schwierigkeitsstufen. Nach Süderlügum, Uphusum und Klixbüll (diese Wehr hat bereits die vierte Stufe abgelegt) stellten sich in Südtondern jetzt die Feuerwehrleute aus Oster-Schnatebüll und Klintum der Prüfung für die Kategorie III. 2007 hatten sie die Stufe II erworben und nun tüchtig geprobt, bevor die Kommission vom Landesfeuerwehrverband Nordfriesland anrückte.

Dessen Leiter Jan Erik Jessen aus Drelsdorf, der stellvertretende Amtswehrführer Südtondern, Klaus-Peter Nissen, Heinz-Dieter Hecke aus Tating sowie Holger Makoben aus Schwesing hielten Augen und Ohren ganz weit offen, bewerteten das Antreten der 29 von insgesamt 40 Aktiven, der Ehrenmitglieder und der Jugendfeuerwehr: Das Marschieren klappte gut, die Anzüge saßen perfekt, Zimmermannsknoten oder der Mastwurf wurden perfekt beherrscht. Zwölf Regeln für die Sicherheit brachte Sicherheitsbeauftragter Jörn Steensen seinen Kameraden bei, die Prüfer wollten 26 feuerwehrtechnische Fragen beantwortet haben und inspizierten die Einsatzfahrzeuge LF8/6 und MZF und die Ausrüstung: Alles in Ordnung.

Bei einer technischen Hilfeleistung stellten die Aktiven ihr Können unter Beweis: Auf einem Spielplatz in Klintum war eine Person von einer abgesägten Kiefer eingeklemmt worden. Dass diese „Person“ selbst ein Baumstamm war, schmälerte nicht den gewissenhaften Einsatz. Kurz darauf brannte es in der Straße Wielberg. Dicker Qualm drang aus einem Schuppen. Atemschutzträger suchten nach vermissten Personen. Die Schwierigkeit dieses Löschangriffs lag darin, dass Wasser aus einem zirka 300 Meter entfernten großen Teich mit einer Tragkraftspritze durch die B-Schläuche über einen kleinen Berg gepumpt werden musste. Doch auch diese Herausforderung meisterten die Einsatzkräfte unter Wehrführer Peter Chr. Herrmannsen.

Die Prüfer werteten die Leistungen positiv: „Die Wehr hat ein gutes Ergebnis erzielt und die Stufe III erreicht.“ Man merke, dass es eine junge und gut ausgebildete Feuerwehr sei, meinte Jan Erik Jessen und motivierte: „Die können ohne weiteres die vierte Stufe ablegen.“

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