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Camper-Treff in Aventoft : Zum Wohnmobilisten-Treffen rollten 23 Freunde der großen Gefährte an

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

1000 Kilometer für ein Wiedersehen: Den weitesten Weg legte ein Paar von der Schweizerischen Grenze zurück.

Ein Treffen von Wohnmobilisten der ganz besonderen Art gab es in Aventoft, als sich 23 Wohnmobilfreunde mit ihren zwölf rollenden Häusern in Reih und Glied auf dem Parkplatz des ehemaligen IFA-Marktes aufstellten. Dabei handelte es sich um das so genannte Hymer-Treffen von einer eingeschworenen Gemeinschaft, die sich vor genau 15 Jahren bei einer organisierten und geführten Wohnmobil-Tour durch Osteuropa kennen gelernt hatte. Diese Tour war damals vom Wohnmobil-Hersteller ausgeschrieben und angeboten worden. 17 Wohnmobile aus ganz Deutschland und eine Besatzung aus Österreich nahmen daran unter der Führung eines Reiseleiters aus der weißrussischen Hauptstadt Minsk teil. Bei der gut fünfwöchigen Tour legte die Gruppe damals über 8000 Kilometer zurück und bereiste acht Staaten, angefangen in Tschechien, über die Slowakei, Ukraine, Russland, Estland, Lettland und Litauen bis hin nach Polen.

Seitdem treffen sich die Wohnmobilfreunde im jährlichen Wechsel regelmäßig bei einem Mitglied in Deutschland. So war man unter anderem schon in Freiburg, München, am Niederrhein, Bodensee, an der Mosel, im Saarland und Niedersachsen sowie an der Tschechischen Grenze. Dort werden dann immer kulturelle Veranstaltungen oder Besichtigungen in der jeweiligen Heimat-Region der Gastgeber in einem bunten Programm angeboten. Aber ganz wichtig ist vor allen Dingen der gemütliche Schnack und das Fachsimpeln der Wohnmobilfreunde untereinander.

Wie schon vor zehn Jahren sind dieses Mal wieder Käthe und Peter Wollesen (Foto) aus Aventoft, seinerzeit wie heute die nördlichsten Teilnehmer, Gastgeber des Treffens. Alle Wohnmobilisten sind inzwischen im Rentenalter, wobei Inge (85) und Heinz Schell (87) das auch schon während der Osteuropa-Tour vor 15 Jahren waren. Sie sind nicht nur die ältesten Teilnehmer beim derzeitigen Treffen, sondern haben aus der Nähe von Waldsrut an der Schweizerischen Grenze mit gut 1000 Kilometern auch die weiteste Anreise in den Norden hinter sich. Mit dem Ehemann am Steuer und der Ehefrau als „Navigator“ haben sie dafür nur zwei Tage benötigt.

Vor einem Jahr haben sich die beiden noch ein nagelneues, etwas schmaleres Wohnmobil zugelegt. Früher hätten sie immer gezeltet, bevor sie vor gut 30 Jahren auf das Wohnmobil umgestiegen sind, wie beide sichtbar zufrieden erzählten. Auch zwei Hunde sind wieder mit dabei, nämlich Löckchen von den Eheleuten Hannelore und Alfred Loch aus Altenkirchen in der Pfalz und Baro der Eheleute Helga und Karl-Heinz Preis aus Homburg/Saar. Dabei gebührt Baro die Besonderheit, vor einigen Jahren in einer Bierlaune als offizielles Club-Mitglied aufgenommen worden zu sein. Im Gegensatz zu den anderen Wohnmobil-Besatzungen kannte Karl-Heinz Preis den strammen und bissigen Südwest-Wind in Nordfriesland, denn er hatte vor einigen Jahrzehnten bei der Marine auf Sylt gedient.

Zu Beginn des einwöchigen Aufenthaltes im Norden traf man sich zunächst in Büsum. Von dort wurden eine Schifffahrt zu den Seehundbänken und ein Besuch der Seehundaufzuchtstation in Friedrichskoog unternommen. Käthe und Peter Wollesen, seit 1993 Wohnmobilisten und die jüngsten Teilnehmer des Treffens, luden ihre Gäste zum Kaffeetrinken in ihr schmuckes Domizil in Aventoft ein. Nach einem gemeinsamen Abendessen zogen die zwölf Fahrzeuge mit ihren Besatzungen dann am nächsten Tag auf die dänische Insel Röm, um dort bis zum Pfingstsonntag zu bleiben und unter anderem auch Sylt zu besuchen. Danach verabschiedet man sich wieder in alle Richtungen Deutschlands, um sich in einem Jahr wieder in einer anderen Region zu treffen.







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