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Neues Dorfzentrum für Klixbüll : Zukunftsvision: „Dörps Campus“

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Dorfleben auf 420 Quadratmeter: Mit einem Multifunktionsanbau will die Gemeinde Klixbüll ihren Ortskern stärken und ausbauen

shz.de von
erstellt am 21.Okt.2014 | 05:00 Uhr

Die Fördermittel vom Land sind zugesagt, ein Beschluss muss in der Gemeindevertretung noch gefasst werden, dann könnte es mit dem Projekt losgehen. Klixbüll will einen „Dörps Campus“ erschaffen. Warum, erklärt Bürgermeister Werner Schweizer (Foto) im Interview.


Herr Schweizer, was ist mit der studentisch anmutenden Bezeichnung „Dörps Campus“ gemeint?
Werner Schweizer: Es handelt sich dabei um eine bauliche Erweiterung der Grundschule Klixbüll durch Erstellung eines Multifunktionsanbaus, mit dem wir unseren Ortskern als kulturellen, sportlichen und der Bildung zugewandten Standort (Campus) stärken und ausbauen möchten. Ob das Vorhaben realisiert wird, hängt aber noch von der am 3. Dezember zu treffenden Entscheidung der Gemeindevertretung ab. Wir möchten mit dem Campus eine kombinierte, effektive Nutzung der Räume durch die Grund- und Offene Ganztagsschule (OGS), durch Kindergarten, Gemeinde, Kirche und Vereine ermöglichen und deren Aktivitäten vernetzen. Beispielsweise haben wir mit allen Vereinen einen Kooperationsvertrag, sodass der Campus auch wirklich intensiv genutzt werden könnte.


Was steht denn einem intensiven Dorfleben zur Zeit entgegen?
Wir haben kein Dorfgemeinschaftshaus und seit der Schließung der Gastwirtschaft und des Verkaufs des Pastorats auch keinen vergleichbaren Raum für Veranstaltungen unserer Vereine, Verbände und kirchlichen Gruppen. Diese müssen aus Platzgründen häufig in Nachbargemeinden ausweichen.


Welche baulichen Maßnahmen sollen für Abhilfe sorgen?
Unsere Planung beinhaltet einen 420 Quadratmeter umfassenden Anbau in Holzrahmenbauweise zwischen Grundschule und Kindergarten, der in unmittelbarer Nähe auf der gleichen Straßenseite liegt. Er umfasst zwei multifunktional nutzbare Räume (Mensa 1 und 2), von denen einer durch Erweiterung der vorhandenen Turnhalle erzielt wird. Des Weiteren sind vorgesehen: eine für die Mittagsversorgung der Kinder des Kindergartens sowie der „Offenen Ganztagsschule“ ausreichend große Lehrküche, ein Büroraum für einen „Kümmerer“ sowie neue Sanitär-, Umkleide- und Flurräume. Auch sind die Installation einer solarthermischen Anlage zur Duschwassererwärmung sowie ein Gründach vorgesehen. Die Beheizung des gesamten Komplexes soll umweltfreundlich durch Abwärme einer bereits vorhandenen Biogasanlage erfolgen.


Ambitionierte Pläne. Wie hoch sind denn die prognostizierten Kosten des Projektes?
Sie belaufen sich auf 701 000 Euro plus Mehrwertsteuer, somit auf 834 279 Euro. Der für den Fall der Verwirklichung des Vorhabens vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) zugesagte Zuschuss lautet auf 345 000 Euro. Diesbezüglich sind wir Frau Carla Kresel von der Aktiv Region NF Nord sehr dankbar für tatkräftige Unterstützung bei der Beantragung der Fördermittel.


Herr Schweizer, Sie haben eingangs dargelegt, dass die Gemeinde Klixbüll durch die Erweiterung ihrer Grundschule zum „Campus“ die Möglichkeit gewinnen möchte, für die dort beschulten Mädchen und Jungen ein konzentriertes Bildungs- und Betreuungsangebot zu schaffen. Wird die demographische Entwicklung der Gemeinde die Dauerhaftigkeit ihres Projektes möglicherweise beeinträchtigen?
Nein, das glaube ich nicht, denn unter Berücksichtigung einer offiziellen Studie ist davon auszugehen, dass Klixbüll – wie die Stadt Niebüll – bis zum Jahre 2025 mit einem Einwohnerzuwachs von etwa fünf Prozent rechnen darf. Die Größe unserer Schule (aktuell 96 Kinder) betrachten wir als besonders zielführend, um den geforderten Bildungsauftrag mit uneingeschränkter Inklusion erfolgreich und nachhaltig zu erfüllen.

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