Vorbereitungen auf Weihnachten : Zukünftige Weihnachtsbäume werden auf Modelmaße getrimmt

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Im Langenberger Forst ist gerade Pflegesaison für die Nordmanntannen angesagt.

shz.de von
01. Juni 2017, 04:08 Uhr

O Tannenbaum? O Tannenbaum! Wer denkt im Maiengrün und bei den hochsommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage an den Weihnachtsbaum? Im Langenberger Forst ist die „heiße Phase“ der Pflegesaison für die Nordmanntannen fast vorbei. Peter Hartwig (Foto) und seine Kollegen nehmen rund 6000 kleine Nadelbäume in Augenschein: Erfüllen sie die „Modelmaße“, um in die Weihnachtsstuben zu kommen?

„Die Leute wollen einheitliche, schöne Bäume haben, sie müssen wie ein Zuckerhut aussehen und im Durchschnitt mannshoch sein“, sagt Förster Jörn Frank. Also wird aufgepasst und eingegriffen, wenn ein Ast an der Seite zu weit ausschlägt, hier und dort gezupft und in Form gebracht. Vor dem Austrieb ist besonders das „Zwieselschneiden“ angesagt: Doppelte Spitzen sind nicht gefragt, eine Spitze muss weichen, manchmal auch zwei oder drei. Dann ist es wieder Zeit, das Gras zwischen den Baumreihen zu mähen.

 „In Dänemark wird das gespritzt. Das wollen wir nicht, wir möchten naturbelassene Bäume anbieten“, sagt der Förster. Vor acht Jahren ist diese Weihnachtsbaumfläche angelegt worden, bis Dezember haben erstmals etliche Tannenbäume das Gardemaß zwischen 1,80 und 2,50 Meter erreicht und werden geerntet. Bestimmt sind sie nicht für den großen Handel, sondern für die Menschen in der Region und vor allem für die Spaziergänger, die sich mit „ihrem“ Wald identifizieren.
 

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