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Kommunalwahl : Zugewinne für die Parteien in Niebüll

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Nur noch drei Fraktionen in der Stadtvertretung. Neun Sitze für die CDU, sechs für die SPD und vier für den SSW.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 08:52 Uhr

Niebüll | Die Geduld der Wartenden wurde auf eine harte Probe gestellt. Gut eineinhalb Stunden blickten sie immer wieder hoffnungsvoll auf die Leinwand im Sitzungssaal des Niebüller Rathauses und auf mitgebrachte iPads und Smartphones. Zunächst hatten sich die Kandidaten zur Wahlparty eingefunden, später kamen interessierte Bürger, darunter auch jüngere aus dem Haus der Jugend, dazu. Plötzlich einsetzende Stille im Stimmengewirr signalisierte das erste Ergebnis. Das kam aus dem Wahlbezirk Rathaus und verhieß acht Sitze für die CDU, sieben für die SPD und vier für den SSW. Freuen konnten sich für jede der großen Fraktionen über die ersten direkt gewählten Kandidaten: Das waren Bettina Fritzsche für die CDU und Holger Jessen für die SPD.

Der Trend blieb, verschlechterte sich aber für die SPD. Am Ende blieben für die SPD nur noch sechs Sitze, die CDU kam auf neun und der SSW auf vier.

Auf den guten Wahlausgang hatte der CDU-Spitzenkandidat Uwe Christiansen gehofft. Tatsächlich konnte die CDU, die bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren noch Verluste hinnehmen musste, ihr Ergebnis um 6,4 auf 46,3 Prozent verbessern. +"Das Ergebnis ist gut", stellte Christiansen fest und bedauerte zugleich, "dass die Vielfalt der Parteien nicht mehr da ist". Für die Vielfalt hatten vor fünf Jahren noch die Grünen gesorgt, allerdings zu Lasten der CDU, SPD sowie der FDP. Grüne und FDP traten bei dieser Wahl nicht an.

"40 bis 42 Prozent sollten wir vielleicht hinkriegen", hatte SPD-Spitzenkandidat Thomas Uerschels gehofft. Ganz so gut kam es nicht. Immerhin legten die Sozialdemokraten neun Prozent zu und kamen auf 34,0 Prozent. "Wir konnten gut mit dem SSW zusammenarbeiten", blickte Thomas Uerschels zurück und hofft dies auch für die Zukunft.

Um 4,7 Prozent verbesserte der SSW seinen Anteil und kam auf 19,6 Prozent. "Das ist ein Super-Ergebnis", freute sich Christine Kernbichler. Sie ist neu in der Kommunalpolitik und wird den Fraktionsvorsitz übernehmen. Für den SSW ziehen außerdem Lorenz Jessen, Jörg Göldner und Gerhard Lützen in die Stadtvertretung ein.

Für die CDU errangen Uwe Christiansen, Anja Cornils, Jürgen Henningsen, Mathias Andersen, Bert Bruhn, Claudia Barkow und Bernd Neumann, der den Fraktionsvorsitz übernehmen wird, weitere Direktmandate. Über die Liste folgt Stephan Randt.

Hendrik Schwind-Hansen holte ein weiteres Direktmandat für die SPD. Über die Liste kommen Thomas Uerschels, der auch Fraktionsvorsitzender wird, sowie Erika Spaude, Leif Jochimsen und Silvio Ströver in die Stadtvertretung. Die Wahlbeteiligung lag mit 42,9 (43,7) Prozent geringfügig unter der von 2008.

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