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Gemeinden im Fokus : Zufriedenheit als gemeinsames Ziel

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Damit sich Risum-Lindholm weiterentwickeln kann, dreht Bürgermeister Hauke Christiansen „an allen Schrauben“.

von
erstellt am 28.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Das Jahr neigt sich dem Ende. Zeit, ein Fazit zu ziehen. Was gelang prächtig? Wo ist noch Nachbesserungsbedarf? Südtonderns Bürgermeister ziehen bei ihren Gemeinden Bilanz. Den Anfang macht Hauke Christiansen, der seit zwölf Jahren Risum-Lindholm führt.

Weihnachten steht vor der Tür, und vielleicht werden ja Wünsche erfüllt. Was hätten Sie denn gern für Ihre Gemeinde?
Hauke Christiansen: Dass die Entwicklung der letzten Jahre so weitergeht.

Was genau lief denn gut?
Wir haben einen auskömmlichen Haushalt, eine gute Altersstruktur und viel ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde und damit die besten Voraussetzungen für Zufriedenheit. Wir drehen aber auch an allen Schrauben und versuchen, die Dinge zurechtzukriegen.

Anscheinend mit Erfolg. Nach Risum-Lindholm ziehen auch viele junge Leute. Woran liegt das?
Weil wir ein Dorf sind, das alles hat. Von den Angeboten des Sportvereins mit seinen 1700 Mitgliedern bis zu den drei Schulen sowie den 80 Kindergarten- und 20 Krippenplätzen. Wir haben Bauplätze und eine gute Grundversorgung...

… und die Nähe zu Niebüll...
…von der wir natürlich auch profitieren.

Und die älteren Bürger?

Es gibt 60 Seniorenwohnanlagen in der Gemeinde, dazu ein Altersheim mit 13 Plätzen. Wir haben das DRK und den Sozialverband sowie unseren kleinen Bürgerbus, der jeden Donnerstag auf Wunsch die älteren Bürger abholt und rumfährt. Auch ein Kümmerer ist eingeplant. Auch hier gilt, wir haben ein starkes soziales Netzwerk.

Also auch mit viel Engagement in der Gemeinde?
Unseren beiden Ortswehren mangelt es zumindest nicht an Mitgliedern. Und auch das Andersen-Hüs ist ein ganz wesentlicher Faktor unsere Gemeinde. Rund um das Andersen-Hüs gibt es eine Helfertruppe von rund 100 Leuten, die sich alle ehrenamtlich engagieren.

Aber warum schafft Risum-Lindholm, was andere nicht schaffen?
Man muss die Bürger aktiv fürs Ehrenamt gewinnen und die jungen Leute auch mal ansprechen, mit ihnen in Kontakt kommen. Ein Zusammenspiel aller Vereine und Institutionen ist wichtig. Möglichst oft sollte man die Bürger mit einbeziehen. Wie bei den Bürgerwindparks. Es gibt bei uns beinahe keine Familie, die nicht an irgendeinem Park beteiligt ist. So etwas schafft Akzeptanz. Dann ist der Zusammenhalt auch groß und das Engagement da. Das sehen Sie allein beim Jahresempfang, dorthin kommen erfahrungsgemäß 300 bis 400 Leute.

 

Und dennoch gibt es einzelnen Protest. Nicht jeder ist von der Entwicklung der Bürgerwindparks und Biogasanlagen in Risum-Lindholm überzeugt.
Einzelne Kritiker wird es immer geben. Wir versuchen in persönlichen Gesprächen uns damit auseinanderzusetzen um die bestmögliche Lösung für alle Beteiligten zu finden. Wenn das aber nicht gelingt – ja, dann ist es eben so.

Was trübt denn noch die Freude über Risum-Lindholms Weiterentwicklung.

Wir sorgen uns wegen des Landesfinanzausgleichgesetzes. Nicht nur wir stehen als die Verlierer da, sondern auch der Kreis Nordfriesland. Und wir befürchten, dass der Kreis fehlende Mittel aus den Kommunen holt.

Schauen wir einmal in die Zukunft. Was bringt das Jahr 2015?
Wir sind auf jeden Fall für die Zukunft gut aufgestellt. Wichtige Projekte stehen 2015 an: Wir schaffen ein Baugebiet mit 30 Grundstücken, ein Gemeindehaus wird entstehen und der dritte Bürgerwindpark im nächsten Jahr eingeweiht. Für den Erfolg war aber auch viel Vorarbeit notwendig. Und wichtig ist mir auch noch, dass wir unsere 2012 gegründete Bürgerstiftung Risum-Lindholm weiter ausbauen und bekannt machen.


Dann vervollständigen Sie doch bitte zum Abschluss einmal diesen Satz.„Denk ich an Risum-Lindholm…“
...dann denke ich an eine Region, in der es sich lohnt zu leben, weil sie Heimat ist.

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