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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 11:36 Uhr

Ziel: Heitere Unterhaltung mit Niveau

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 09.Apr.2015 | 11:11 Uhr

Um eine geistige Anleihe bei König Fußball zu nehmen, auch beim Niebüller Amateurtheater „Die Bühne“ gilt: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Nach dem Abstecher ins Volkstheater, der übrigens mit fast fast 2000 Besuchern abermals eine Rekordgrenze touchierte, beginnt insgeheim bereits die Suche nach dem nächsten Stück, das dann die 36. Aufführung im nunmehr 38. Jahr der „Bühne“ sein wird.

Die Richtung weiterer Stücke ist bereits vorgezeichnet. „Es wird nicht immer nur der Boulevard rauf und runter sein“, sagt Regisseur Hans Peter Krebs, pensionierter Pauker und bereits vor Jahren Mitglied der Bühne und nun „Heimkehrer“. Ihm schweben deutsche Autoren vor, nachdem die Garde der Engländer in über drei Jahrzehnten reichlich zum Zuge kam. „Auf alle Fälle soll es bei heiterer Unterhaltung mit Niveau bleiben“, sagt Krebs. „Vielleicht alle drei, vier Jahre mal Ohnsorg und dann und wann einer aus dem Genre á la Flatow.“ Ein Deutschsprachiger sollte es sein, meint Krebs, der bereits den einen oder anderen Autor auf dem Zettel hat. „Aber das wollen wir gemeinsam entscheiden“, blickt er dem nächsten Treff des Bühne-Teams entgegen.

Dieses hat übrigens seinem Publikum zu danken, sagt Bühne-Chefin Claudia Samson-Hoeg. Es habe bei allen sieben Vorstellungen toll „mitgepielt“, reagiert, gelacht, gekichert und sich grenzenlos amüsiert. „Das hat auch unser Spiel beflügelt“, sagt sie. Schon bei der Premiere sei das zu spüren gewesen, die nach alter Erfahrung vom einem gerüttelt Maß an Lampenfieber, Aufregung, Herzklopfen und „ungewisser Erwartung“ bestimmt sei. Und die Erfahrung lehre auch, dass sich die Akteure von Mal zu Mal steigern und ihre Gags und Bonmots treffsicherer ins Publikum schießen.

Die Bühne-Leiterin blätterte in ihrem Aktenordner. Seit 1978 brachte es die „Bühne“ auf 181 Aufführungen – 154 zu Hause, die anderen 27 auswärts in Wyk auf Föhr, Emmelsbüll und Tarp, in Anklam Ducherow, Tondern und auf Röm. Aufgeführt wurden Boulevardkomödien, Krimis und Volksstücke wie der „Tratsch im Treppenhaus“ und jetzt „Mein Mann, der fährt zur See“.

Regie führten bisher E. A. Wachholz, Irene Droz, Friedhelm Küster, Nicole Ketelsen, Heiko Fischer, Maike Lützen, Margrit Kreutzfeldt und Adree Boysen, bevor Peter Krebs in Aktion trat. Älteste Mimen im Bühne-Ensemble sind Henny Knies und Margrit Kreutzfeldt – und genialer Bühnenbauer Sigi Fischer, dem stets nach dem ersten Vorhang der Premiere auch der erste Applaus gilt. Übrigens besteht die „Bühne“ in Form eines Vereins und ist Mitglied des Landesverbandes der Amateurtheater in Schleswig-Holstein.



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