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Nordfriesland Tageblatt

23. August 2017 | 02:54 Uhr

Zeitverträge lösen Unbehagen aus

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Betroffene Lehrer können nicht über Vertragszeit hinaus planen / Schulverband Südtondern Nord führt Schulsozialarbeit unbefristet fort

Die Schullandschaft befindet sich weiterhin im Umbruch. Das wird vor allem im ersten weiterführenden Bereich nach der Grundschule deutlich, indem nach Wegfall der Haupt- und Realschulen nun auch die Regionalschulen auslaufen und jetzt Gemeinschaftsschulen heißen. In der 6. Sitzung des Schulverbands Südtondern Nord unter dem Vorsitz von Friedhelm Bahnsen gaben Petra Christiansen (Grund- und Gemeinschaftsschule Südtondern in Neukirchen) und Meike Kosbü-Hermann (Grundschule Süderlügum) einen Lagebericht.

Ein größerer personeller Wechsel fand in Neukirchen statt, wo sechs Lehrkräfte die Schule verließen. Zahlenmäßig trat zwar ein Ausgleich ein. Doch bedarf es einiger Zeit, bis die Eingewöhnung der neuen Kräfte abgeschlossen ist. Einiges Unbehagen lösen nach wie vor die Zeitverträge aus, die dazu führen, dass die davon Betroffenen nicht über die Vertragszeit hinaus planen können. Während jetzt eine „Förderlehrkraft“ dauerhaft an der Schule bleibt, fehlen zwei Kräfte in der Schulbegleitung. „Da können Problemkinder nicht bekommen, was ihnen zusteht“, klagte Petra Christiansen.

Zensuren, wie es sie früher gab, gibt’s „so“ nicht mehr: in der Grundschule seit geraumer Zeit ohnehin nicht mehr, und in den fünften bis zehnten Klassen künftig in einer Art kompetenzbezogener Notengebung, die allerdings noch in Arbeit ist. Schulartenempfehlungen fallen auch weg. Die 5. Und 6. Klassen sind bereits „echte“ Gemeinschaftsschule, die 7. Bis 10. Klassen auslaufende Regionalschule. Der bisherige Hauptschulabschluss heißt jetzt „Erster allgemeinbildender Schulabschluss“, der Realschulabschluss „Mittlerer Schulabschluss“.

Eingeschult wurden 31 Erst- und 32 Fünftklässler. Insgesamt zählt die Schule 112 Grund- und 253 Gemeinschaftsschüler – zusammen 365 Schüler in 19 Klassen. Das Offene Ganztagsschul-Angebot (OGS) nehmen 68 Schüler an. Ein Paradoxon gibt’s auch noch: das Quantum Unterrichtsversorgung bestimmen die Verkehrsunternehmen. Und: einen Namen soll die Schule auch erhalten, desgleichen eine neue Schulleiterin. Friedhelm Bahnsen: „Ich denke, dass wir im Dezember einen Schulleiterwahlausschuss einberufen können.“

Meike Kosbü-Hermann berichtete über die Gesamtschule Süderlügum, an der 128 Kinder (davon 36 Erstklässler) von sieben Lehrerinnen 159 Wochenstunden unterrichtet werden. Schwerpunkt ist die Profilgebung der Schule, die sich nach den Worten der Schulleiterin durch eine hohe Bildungsqualität auszeichnet. Der Schulverein finanziert der Schule Malstunden an der Noldestiftung. Der Schule wurde für dieses Jahr eine Lehramtsanwärterin zugewiesen. An der OGS nehmen 40 Kinder teil – Tendenz steigend. Die Notengebung erfolgt wie gehabt. Jedoch wartet die Schule auf die vom Ministerium dafür vorgesehenen Vorlagen.

Die Verbandsversammlung stimmte dem Jahresabschluss für 2013 zu, der mit einem Überschuss von 17 339 Euro abschließt. Nach einem weiteren Beschluss wird die Schulsozialarbeit an beiden Schulen unbefristet fortgeführt.










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erstellt am 25.Sep.2014 | 11:03 Uhr

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