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Nordfriesland Tageblatt

24. August 2017 | 11:12 Uhr

Musical : Zeitreise in eine heile Welt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gesungen, getanzt und gekalauert: Für „Servus Peter“ als Hommage an Peter Alexander gab es in der Stadthalle viel Applaus.

Die Kulisse der Bühne in der Stadthalle zeigte den Biergarten des Seerestaurants „Weißes Rössl“ an Wolfgangsee. Die Stadthalle war nahezu ausverkauft. Im Parkett und in den Sitzreihen obenherum eine Generation erwartungsfroher Besucher, die die musikalischen kreativen 50-er und 60-er Jahre noch nicht vergessen haben und gespannt waren auf den legendären Peter Alexander, den die Reset Produktion aus dem thüringischen Gera in ihrem Programmangebot hatte.

„Servus Peter“ nannte sich die die Musikshow, gedacht als Hommage an das Multitalent Peter Alexander, der die Showbühnen in der Bundes- und Alpenrepublik zusammen mit Stars wie Caterina Valente und anderen Größen aufmischte und bei den Musikfreunden Ü 50/60 unvergessen geblieben ist.

Unter den Besuchern auch der Fanclub „Treff mit Peter“, der 1993 aus einer Schnapslaune gegründet wurde und dessen Mitglieder, darunter die Redakteure Andreas Rackow (R.SH) und Arne Peters (s:hz), bald erkannten, dass dieser Peter Alexander etwas ganz besonderes war.


Musikalische Knaller auf der Bühne


Das erkannte auch Sänger und Entertainer Peter Grimberg, der aus der Hinterlassenschaft des Peter Alexander eine Show machte, die mit steigendem Erfolg durch die deutschen Lande tingelt. Den Rahmen ihrer Show liefert Ralph Benatzkys Singspiel „Weißes Rössl“, in das Grimberg die Schlager, Schnulzen und Schmonzetten der 50-er und 60-er Jahre mit einpackte, mit Zugaben von Heinz Erhardt und kölschem Schmäh würzte und einen Knaller auf die Bühne brachte – zur Unterhaltung und zum Vergnügen vieler Menschen, die beglückt und begeistert in die Jahre „ihrer Schlager“ zurückkehrten.

Das war auch in der Stadthalle zu spüren, in der die sonst so coolen Nordfriesen mitsangen, mitschunkelten und zu erkennen gaben: Das war unsere Zeit! In der Tat war die Musik dieser Jahre so schlecht auch nicht. Sie war geprägt vom Aufschwung, dem deutschen Wirtschaftswunder und machte vergessen, was Jahre zuvor noch bedrückte.

Interpreten wie Peter Alexander hatten großen Anteil daran. Und mit einem Sänger wie ihm ließ sich der Lustspielklassiker „Im weißen Rössl“ auch besser verkaufen. Wenn Trude Herr gegen die Schokolade ansang und Caterina Valente ganz Paris von der Liebe träumen ließ, war man gut unterhalten, und bei Heinz Erhardt, dem Meister pfiffiger Wortdreher, bester Laune, wenn er simple Vorgänge reimte.

Die Servus-Peter-Show nahm die Heile Welt auf die Schippe, machte aber auch Werbung für einen Urlaub im Salzkammergut. Sketche und Kalauer wurden freundlichen aufgenommen. Man verzieh dem Ensemble auch, dass das gesprochene Wort nicht immer deutlich herüber kam. Egal. Es war ein unterhaltsamer Abend in der Stadthalle.

Peter Grimberg und sein Bruder Dieter, Miriam Köpke in der Rolle der Wirtin Mariandl, die Beruf und Herzensangelegenheit am Ende doch mixen musste, das lispelnde Zimmermädchen Vera (auch in der Rolle der Marina) Katrin Burkhardt und die humoristische Fraktion mit Horst Freckmann als Kellner und der Kölsche Jung Kai Kramosta (auch wenn er sich zuweilen der Gürtellinie näherte) sorgten für einem amüsanten Abend in der Stadthalle. Wofür sich ein dankbares nordfriesisches Publikum mit herzhaftem Applaus bedankte.

(wre)

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