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Nordfriesland Tageblatt

17. Oktober 2017 | 21:41 Uhr

Bücherei Leck : Zahl der Ausleihen rückläufig

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Anders als bei der Niebüller Stadtbücherei verzeichnet die Lecker Bücherei weniger Nutzer. Der „Onleihe“-Anteil steigt allerdings.

von
erstellt am 23.Jan.2016 | 07:15 Uhr

Während die Niebüller Stadtbücherei für das vergangene Jahr eine Rekordausleihe vermelden konnte (wir berichteten), spiegelt sich bei der Lecker Bücherei ein allgemeiner Trend wider. Bundesweit sinkt die Zahl der Büchereibesucher stetig – jüngst nun auch in Leck. Konnten im Jahr 2014 in der Hauptstraße noch 1283 Entleiher verbucht werden, so waren es im letzten Jahr nur 1136. Ein Rückgang, der laut Büchereileiterin Berit Laufer in Hinblick auf den Niebüller Zuwachs zwar überrascht. Sorgen bereite er ihr jedoch keine, da er nicht ungewöhnlich sei. „Die Tendenz ist nicht dramatisch. Schwankungen können vorkommen. Generell bin ich froh, dass wir immer noch so viele Leser haben“, sagt sie – auch wenn sich der Leserschwund an gleich mehreren Stellen zeigt. Bei den Gesamtausleihen liegt das Buch weiterhin eindeutig vorn. 48  961 Mal wanderte eines über den Tresen, die sogenannten Non-Book-Medien wie CDs, DVDs oder Hörbücher wurden 17  817 Mal verlangt – etwa 1000 weniger als im Jahr zuvor. Auch bei den Neukunden zeigt sich ein Rückgang. Mit insgesamt 270 waren es 29 Entleiher weniger.

Anders allerdings beim elektronischen Medien-Angebot „Onleihe zwischen den Meeren“, bei dem die Leser zum E-Book statt zum Buch greifen. Die Zahl der sogenannten Onleihe-Nutzer ist gestiegen. 60 waren es im Jahr 2015, ein Jahr zuvor nur 46. „Wir hatten 1611 Onleihe-Entleihungen. Fast drei Mal so viele wie 2014“, bilanziert Laufer, die seit sieben Jahren die Bücherei Leck in der Hauptstraße führt.

Neben der üblichen Ausleihe behauptet sich die Bücherei auch als Lesecafé mit einer großen Auswahl an aktuellen Zeitschriften und Tageszeitungen sowie kostenlos zur Verfügung gestellten Heißgetränken. Ein Angebot, das vor allem Stammkunden nutzen. „Etwa fünf bis zehn Leser sind es am Tag“, weiß Laufer. „Und was mich freut: Darunter sind auch immer mehr Flüchtlinge.“

Darüber hinaus organisiert die Bücherei regelmäßig kulturelle Veranstaltungen. 45 waren es im letzten Jahr, etwas mehr als im Vorjahr. Dennoch ist auch hier die Zahl der Teilnehmer leicht rückläufig (2015: 724; 2014: 828). Unter anderem fanden Bastelaktionen, Klassenführungen, die Kinder- und Jugendbuchwoche, Vorlesestunden sowie ein Bücherflohmarkt statt. Um auch im neuen Jahr weiterhin Leser in die Bücherei zu bekommen, setzt Berit Laufer, wie viele andere Kollegen auch, vor allem auf das Anwerben junger Leser. „Wir wollen bei den ganz Kleinen anfangen und möglichst viele Anreize schaffen, damit sie in die Bücherei kommen und versuchen so, dem bundesweiten Trend der sinkenden Ausleihen entgegenzuwirken.“

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