Hunde in Risum-Lindholm : Zählung mit erzieherischem Appell

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In Risum-Lindholm soll eine Befragung ans Licht bringen, wie viele Hunde es tatsächlich gibt – und Halter für das Thema Hundekot sensibilisieren.

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19. Mai 2015, 11:19 Uhr

Freundlich und taktvoll, aber bestimmt: So wird der Besuch sein, der Bürgern in Risum-Lindholm laut Bürgermeister Hauke Christiansen bevorsteht. Der Grund: In der Gemeinde werden die Hunde gezählt. In dieser Form allerdings finde diese Aktion zum ersten Mal im Ort statt. Denn es gehe nur in zweiter Linie darum, Halter auszumachen, die ihre Vierbeiner nicht beim Amt angemeldet hätten und keine Hundesteuer zahlten, sagt der Bürgermeister. Zur freundlichen Frage, wie viele Hunde im Haushalt gehalten werden, sollen sich auch Hinweise auf die vorbildliche Entsorgung von deren Hinterlassenschaften gesellen.

Denn Hundehaufen im öffentlichen Raum sieht der Gemeindechef als eines der Dauer-Probleme in Risum-Lindholm. „Es gibt immer wieder sehr viele Beschwerden über Hinterlassenschaften auf der Straße.“ Besonders von Hausbesitzern, die an Gemeindestraßen die ans Grundstück angrenzenden Grünstreifen mitpflegten: „Wenn man dann Hundekot unter den Rasenmäher bekommt – das ist kein angenehmes Erlebnis.“

Dabei haben Hundebesitzer in Risum-Lindholm Christiansen zufolge die Möglichkeit, die Haufen relativ aufwandsarm zu entsorgen: „Wir haben sowohl Kotbeutelspender als auch Hundetoiletten gut verteilt aufgestellt, damit die Halter die gefüllten Beutel auch loswerden können.“ Die Zählung sei für die Bürger überdies eine Chance, darauf hinzuweisen, wo in der Gemeinde noch Beutelspender und Hundetoiletten fehlten.

60 Euro Steuer werden in der Gemeinde für den ersten Hund fällig, 302 Hunde sind derzeit dem Amt Südtondern zufolge in Risum-Lindholm angemeldet. Der Bürgermeister vermutet, dass es tatsächlich mehr sind. „Es geht auch um Gerechtigkeit: Wenn jemand mehrere Hunde hat, aber nur für einen Steuern zahlt, dann ist das ungerecht.“ Die Zählung soll sich folgendermaßen gestalten: Es habe sich ein Einwohner gefunden, der im Auftrag der Gemeinde die Hundezählung koordinieren werde, so der Bürgermeister. Die Befragung werde nach und nach straßenweise stattfinden – und eben teilweise auch einen erzieherischen Appell darstellen. „Der wesentliche Part dieser Aktion ist, eine Sensibilisierung für das Thema Hundekot zu erreichen“, betont der Bürgermeister.

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