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Wohnungsbaukonzept „made in Nordfriesland“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Neues von der Kreis- und Bundespolitik aus erster Hand gab es beim traditionellen Grünkohlessen des SPD-Ortsvereins Süderlügum und Umgebung in Tetens Gasthof. Denn als Gäste konnte der Ortsvorsitzende Dieter Lorenzen den Kreistagsabgeordneten, stellvertretenden Landrat und stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzende Carsten Friedrich Sörensen sowie den Bundestagsabgeordnete Matthias Ilgen begrüßen. Letzterer hatte auch seinen neuen Husumer Wahlkreis-Büroleiter Thorsten Heldt mitgebracht. Ilgen war direkt nach der Abstimmung im Bundestag über die Sterbehilfe von Berlin nach Süderlügum geeilt. Auch zum Flüchtlingsthema nahm er Stellung: „Es geht um Menschen, und man soll auf dem Teppich bleiben“, meinte er zu den vorangegangenen polarisierenden Streitigkeiten unter den Regierungsparteien, da es sich dabei nur um zwei bis fünf Prozent der Flüchtlinge aus den entsprechenden Herkunftsländern handele.

Weiter informierte er über einen Vorschlag seines Vorgängers Manfred Opel, gemeinsam mit den Flüchtlingen als mithelfende Praktikanten schnell und günstig Häuser für die Asylsuchenden zu bauen. Hier habe es schon Gespräche mit der Landesregierung gegeben, und laut Plan sollen verschiedene Bürgermeister aus Schleswig-Holstein das Projekt mit vorbereiten.

Auch Carsten F. Sörensen lobte dieses Wohnungsbaukonzept von Manfred Opel als „Made in Nordfriesland“. Er berichtete von seinen Besuchen in Flüchtlingsunterkünften, die dank der haupt- und ehrenamtlichen Betreuung noch gut funktionieren. Es herrsche dort eine freundliche Stimmung in lockerer Atmosphäre. Sörensen warnte aber davor, die Unterkünfte ad hoc voll zu belegen oder gar zu überfüllen, denn dann könnte die Stimmung sehr schnell kippen.

Auch zu den eventuellen Einschnitten im Niebüller Krankenhaus nahm der Kreispolitiker Stellung. Er sprach von einem betriebswirtschaftlichen Vorschlag des Gutachters, bei dem vom Kreis wahrscheinlich nicht alles so umgesetzt werde. Wegen der defizitären Lage des Kreises habe dieser jedoch keine Möglichkeit, unterschüssige Bilanzen des Klinikums Nordfriesland auszugleichen. Sörensen: „Aber wir müssen die Meinungen vor Ort mit einbringen und nicht parteipolitisch ausschlachten, sondern zu gemeinsamen Lösungsvorschlägen kommen.“

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erstellt am 09.Nov.2015 | 11:29 Uhr

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