Neubaugebiet Mühlenberg II : Wohnraum für bis zu 600 Menschen in Leck

Bürgermeister Andreas Deidert erklärt das geplante Baugebiet Mühlenberg II.
Bürgermeister Andreas Deidert erklärt das geplante Baugebiet Mühlenberg II.

Die Gemeinde Leck hat die ersten planungsrechtlichen Schritte für ein Neubaugebiet am ehemaligen Flugplatz absolviert.

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11. Juli 2019, 12:31 Uhr

LECK | Die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein weiteres Wohngebiet in Leck sind auf den Weg gebracht. Westlich der Straße Mühlenberg, nördlich der Klixbüller Chaussee (B 199) und auf dem östlichen Teilbereich des ehemaligen Nato-Flugplatzes sollen Einfamilienhäuser, Mietwohnungen, ein Kindergarten und eventuell eine Seniorenwohnanlage entstehen.

Häuslebauer sollen 2020 loslegen können

„Wir schaffen hier Platz für 500 bis 600 Menschen“, freut sich Bürgermeister Andreas Deidert. „Unser Ziel ist, dass die Häuslebauer ab Sommer 2020 loslegen können“.

Die Gemeinde Leck wächst und benötigt immer mehr Bauland. Im jüngsten Baugebiet „Heidering“ schießen die Häuser wie Pilze aus dem Boden. Die 30 Baugrundstücke sind bis auf zwei Reservierungen verkauft.

Weitere Baugrundstücke auf dem „Toffolo-Gelände“

Weitere 26 Baugrundstücke will ein Privat-Investor auf dem „Toffolo-Gelände“ in Klintum vermarkten und die Gemeinde hat die Weichen für ein neues Wohngebiet in Leck-Westen gestellt.

Im Rahmen der Konversionsplanungen sind auf dem ehemaligen Lecker Flugplatz insgesamt 22 Hektar für eine Wohnbebauung vorgesehen. Darin ist der 2. Bauabschnitt, die spätere Erweiterung zum Süden, enthalten.

Unsere Vorgaben sind sehr offen gehalten. Es können Stadtvillen, klassische Häuser oder was man alles so bauen möchte, entstehen. Andreas Deidert, Bürgermeister
 

Nun steht erst einmal der erste Abschnitt des geplanten Baugebietes Mühlenberg II auf der Agenda. Im oberen, nördlichen Teil werden Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen.

„Unsere Vorgaben sind sehr offen gehalten. Es können Stadtvillen, klassische Häuser oder was man alles so bauen möchte, entstehen“, sagt Andreas Deidert. 600 bis 750 Quadratmeter messen die insgesamt 61 Grundstücke. Zum Süden hin weist der Plan eine immer größere Bebauungsdichte aus. Deshalb folgen Grundstücke für Reihenhäuser und zweigeschossige Wohnhäuser.

Mietwohnungen im Süden

Im südlichen Areal wird Platz vorbehalten für den Mietwohnungsbau: Bezahlbare Wohnungen in bedarfsgerechten Größen für Familien, Alleinerziehende, Singles/Paare ohne Kinder und Senioren. Denkbar sind hier Mehrfamilienhäuser im Geschosswohnungsbau wie auch Mietwohnungen in Form von Reihen- oder Kettenhäusern.

„Wir haben einen Interessenten, der zurzeit prüft, ob er eine Seniorenwohnanlage und betreutes Wohnen anbieten will“, verrät der Bürgermeister. Der Bedarf sei auf jeden Fall da. Ungefähr 80 bis 110 Wohnungen können im südlichen Bereich gebaut werden, falls eine Pflegeeinrichtung angesiedelt wird, entsprechend weniger.

Der Kindergarten ist uns sehr wichtig, natürlich auch für die Menschen, die im neuen Gewerbegebiet arbeiten werden. Andreas Deidert, Bürgermeister
 

An zentraler Stelle weist der Bebauungsplan einen Kindergarten und einen Spielplatz aus. „Der Kindergarten ist uns sehr wichtig, natürlich auch für die Menschen, die im neuen Gewerbegebiet arbeiten werden“, erklärt Deidert.

Nicht ohne Stolz verweist er darauf, dass die Gemeinde dann an allen Ecken einen Kindergarten vorhält und sehr gut abgedeckt ist. Die neue Einrichtung wird je zwei Gruppen für Kinder unter und über drei Jahren aufnehmen.

Erschließung über ehemalige Stov-Zufahrt

Das sei eine Voraussetzung, um für junge Familien attraktiv zu sein, so Deidert. Der Spielplatz wird als Mehrgenerationen-Spiel- und Aufenthaltsfläche konzipiert. Die Hauptzufahrt zu diesem Baugebiet soll über die ehemalige Stov-Zufahrt gegenüber von „Reifen Thomsen“ und nicht über den Ketelsburger Weg erfolgen.

Die Erweiterung des Baugebiets nach Westen hängt von der Geschwindigkeit ab, mit der der erste Abschnitt fertig bebaut ist. Das Konzept sieht 87 Baugrundstücke für freistehende Einfamilienhäuser sowie einige Doppel- und Reihenhäuser vor. Denkbar ist aber, auf der Fläche 120 bis 130 Wohneinheiten zu realisieren.

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