Bebauungsplan : Wohngebiet statt Lagerhallen

Hier soll sich etwas tun – was genau und wann, ist noch nicht gewiss: vorn ist die Ladestraße zu sehen, dann die Gebäude und das Silo an der Kirchhofstraße.
Hier soll sich etwas tun – was genau und wann, ist noch nicht gewiss: vorn ist die Ladestraße zu sehen, dann die Gebäude und das Silo an der Kirchhofstraße.

Unter anderem soll das ehemalige Thordsen-Silo weichen und Platz für Mehrfamilienhäuser machen – noch fehlt ein verbindliches Konzept.

shz.de von
18. August 2018, 07:00 Uhr

Die erste Weiche für bauliche Veränderungen in der Kirchhofstraße, und zwar zwischen der Otto- und der Ladestraße, ist gestellt. Die Mitgliedes Infrastruktur- und Umweltausschusses beschlossen die Aufstellung des B-Planes 53. Dieser soll ein allgemeines Wohngebiet sowie ein Mischgebiet ausweisen.

Damit reagiert das Gremium auf einen Antrag für die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Ein B-Plan ist erforderlich, denn nach Aussage von Christina Scheil vom Amt Südtondern besteht für den Bereich kein gültiges Dokument. Also muss die Fläche nach § 34 Baugesetzbuch beurteilt werden. Dieser Paragraf beinhaltet die Vorschrift für Bauvorhaben im unbeplanten Innenbereich, also außerhalb von Bebauungsgebieten. Die Ladestraße gehört übrigens der Gemeinde. Die neuen Eigentümer des Plangebietes möchten die vorhandenen Lagerhallen und das Silo abbrechen (ehemals Thordsen Silo). Auf dem Gelände sollen vorwiegend Mehrfamilienhäuser mit zwei Vollgeschossen plus Staffel-/Dachgeschoss errichtet werden. Südlich der Bahntrasse sind auch Büroflächen beziehungsweise Kleingewerbe denkbar. Doch das steht noch in den Sternen. In der Sitzungsvorlage heißt es, dass drei Konzeptvarianten entwickelt wurden, die erste Überlegungen wiederspiegeln. Es liege aber noch kein durchgeplantes verbindliches Konzept vor. Das müsse noch entwickelt werden.

Genau das stieß einigen Politikern auf. Annemarie Carstensen (SPD) meinte: „Wir wissen gar nicht, was geplant ist. Es kann nicht angehen, dass wir die Einzelheiten des Vorhabens erst zu wissen bekommen, wenn der B-Plan schon gezeichnet ist.“ Das Wie, Wo und Was hätten ebenfalls andere Ausschussmitglieder gern gewusst. Vorsitzender Roland Mader warb schließlich: „Wir legen mit der Aufstellung dieses Planes nichts fest, wir signalisieren nur: Wir wollen etwas“. Das unterstrichen die Politiker einstimmig mit ihrer positiven Abstimmung.

Von der Verwaltung wurde später mitgeteilt, dass Einzelheiten in zwei Monaten vorgestellt werden. Die beiden Investoren, zwei Unternehmer aus Leck, konnten wir für ein Gespräch nicht gewinnen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen