zur Navigation springen

Einrichtung für Beeinträchtigte : Wohlfühl-Oase statt Bahnhofshalle

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mürwiker Werkstätten und der Förderverein investierten 25 000 Euro in den Umbau des Aufenthaltsraumes im Elfriede-Pahnke-Haus

„Jetzt ist es endlich soweit“, freute sich Ute Christiansen, in Niebüll Abteilungsleiterin (Bereich Wohnen) bei den Mürwiker Werkstätten. „Wir haben einen super ausgestatteten Aufenthaltsraum.“ Seit 28 Jahren existiert das Elfriede-Pahnke-Haus im Niebüller Buchenweg. „Versuche, diesen Raum zu renovieren, gab es viele“, erinnert sich Ute Christiansen. Alle waren erfolglos. Bis auf diesen.

Das Projekt wurde zur Umsetzung an eine Innenarchitektin übergeben. „Nur dann wird es auch etwas“, ergänzt Günter Fenner, der Geschäftsführer der Mürwiker Werkstätten. Eine der Türen wurde zugemauert, um ein wenig mehr Ruhe in den Bereich zu bringen. Ein neuer Fußboden, Raumteiler, Sitzecken, ein frühlingshaftes Grün an den Wänden sowie neues Gestühl sorgen für eine erstaunliche Wandlung. Ein Multifunktionstresen lädt auch Besucher zu einem zwanglosen Plausch bei einem Kaffee ein, kann aber auch für ein Büffet genutzt werden.

Beim Mobiliar hatten die Bewohner Mitspracherecht. Sie probierten beispielsweise verschiedene Sitzgelegenheiten und Tische aus und entschieden sich für die jetzige Variante. „Wichtig war uns in erster Linie die Sicherheit“, erklärt Ute Christiansen. „Es ist gelungen, dem Raum den ungemütlichen Charme einer Bahnhofswartehalle zu nehmen, ihn zu einer optischen Bereicherung zu machen“, ergänzt Günter Fenner. „Unser Ziel: Man soll nicht spüren, dass wir uns in einem Wohnheim befinden.“ Das Vorhaben sei nicht ganz billig geworden. „Wir haben drei Mal geschluckt, hin und her überlegt und uns gesagt: Das kriegen wir hin.“ Wir – das sind die Mürwiker Werkstätten sowie der umtriebige Förderverein unter dem Vorsitz von Ellen Carstensen. Die Ehrenamtler übernahmen die Kosten für die neuen Möbel. Insgesamt beläuft sich die Investitionssumme auf 25 000 Euro. Geld, das zu Recht in die Hand genommen worden ist, finden die Initiatoren. Günter Fenner zu den hier lebenden Menschen mit Behinderungen: „Das ist euer Zuhause. Da soll man sich wohlfühlen. Ich wünsche euch viele schöne Stunden, auch auf der neuen Terrasse.“

Für die Mitstreiter vom Förderverein gab es zum Dank Blumen und Rotwein. „Wir freuen uns, dass ihr euch freut“, leitete Ellen Carstensen, langjährige Vorsitzende, ihre Ansprache ein. Der Förderverein habe eine ordentliche Stange Geld in die Hand genommen. Als gelungen beschreibt sie den Umbau und fügt hinzu: „Ich nenne ihn nicht mehr Aufenthaltsraum. Ich sage einfach: Gehen wir doch in den grünen Saal.“

Mit einem gemeinsamen Grillfest wurde der Umbau eingeweiht.

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen