WM-Wasserverbrauch: Auch Südtondern spült zeitgleich

shz.de von
25. Juni 2014, 10:43 Uhr

Wenn die deutsche Nationalmannschaft heute auf das Team der USA trifft, dann sorgen die fußballbegeisterten Südtonderaner wieder für untypischen Wasserverbrauch. Der Grund dafür liegt in der Natur des Spiels: Um keine Minute der spannenden Begegnung zu verpassen, nutzen viele Zuschauer besonders die Halbzeitpause und die ersten Minuten nach dem Abpfiff für den überfälligen Gang zur Toilette. Als Beweis dafür reicht den Technikern des Wasserzweckverbands Drei Harden, der 26 Gemeinen mit Frischwasser versorgt, an diesen Spieltagen ein Blick auf die Armaturen. „Das Phänomen haben wir schon bei den letzten beiden Weltmeisterschaften beobachtet“, sagt Drei Harden-Geschäftsführer Heiko Thede. Besonders in den Halbzeitpausen sei damals der Verbrauch kurzzeitig um 30 bis 40 Prozent gestiegen. „Es gibt dann erkennbare Spitzen“, so Thede. Zu Engpässen in der Wasserversorgung werde dieses Verhalten aber nicht führen. „Unsere Technik ist darauf eingestellt, und die Pumpen regeln den Verbrauch automatisch nach.“

In den Vereinigten Staaten – dem heutigen Gegner im Stadion von Recife – ist die Spül-Situation hingegen deutlich dramatischer: Die US-Amerikaner werden von den Behörden sogar dazu angehalten, ihre Toilettengänge über das Spiel zu verteilen. Wenn alle Fans zu Beginn der Halbzeitpause aufs Örtchen stürmen würden, bliebe das Spülwasser aus. Betroffen sind vor allem wasserarme Staaten. Natürlich gilt dieses Szenario nicht bei der Fussball-Weltmeisterschaft – die ist in den USA recht unpopuär – sondern beim Mega-Football-Event Superbowl.

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