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Nordfriesland Tageblatt

22. November 2017 | 06:41 Uhr

Senioren-Café : Witz, Musik und jede Menge Show

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Stadt Niebüll lud die älteren Menschen zum einem besonderen Nachmittag in die Stadthalle ein. Stars waren die Schützlinge des Gebrauchshundesportvereins.

von
erstellt am 07.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Als die mehr 300 Niebüller in der Stadthalle an den festlich-frühlinghaft gedeckten Tischen Platz genommen hatten, sahen die Stadt und ihre fleißigen Helferinnen ihre Erwartungen erfüllt und damit auch ihre liebevollen Vorbereitungen reich belohnt. Der 4. Senioren-Café konnte seinen Lauf nehmen und wartete dieses Mal sogar mit einer Premiere auf – einer tollen Vierbeiner-Show, dargeboten vom Gebrauchshundesportverein Niebüll.

Am Tag zuvor hatte er noch das Bett gehütet. Doch zum Kaffee-Nachmittag mit den „etwas älteren Herrschaften“ aus der Stadt war Bürgervorsteher Uwe Christiansen wieder auf den Beinen. Zusammen mit Bürgermeister Wilfried Bockholt half er den fleißigen Damen von der Begegnungsstätte und den beiden örtlichen Seniorenwohnanlagen sogar beim Einschenken des Kaffees.

„Ich sehe viele freundliche und froh gestimmte Gäste“, grüßte Bürgervorsteher Christiansen eine in der Tat erwartungsfrohe Runde. Viele von ihnen, meinte er, würden zurückgezogen leben und nicht oft unter Leute kommen. „Doch heute führen wir sie zusammen.“ Uwe Christiansen empfand es nach seinen Worten als Lob, wie gut dieser Seniorennachmittag angenommen wird, der auch Anlass sei, ein unterhaltsames Programm zu genießen, Bekannte zu treffen und eben viele Leute zu sehen, denen man sonst nicht mehr so oft begegnet. Der Bürgervorsteher fand anerkennende Worte für die tatkräftige Frauen, die die Veranstaltung vorbereitet hatten, und männlichen Helfern aus der Hausmeisterei und dem Bauhof. Als befremdlich wurde empfunden, dass sich von der Stadtvertretung niemand blicken ließ. Doch gleichwohl entwickelte sich der Nachmittag aus Sicht des Bürgervorstehers zu einem besonderen Erlebnis.

Die Rolle des Moderators und Entertainer fiel erneut Detlef Petersen zu, der mittlerweile die Siebzig zu packen hat, den Mutterwitz vom Vater geerbt hat und immer noch der Junge aus der Tondernstraße ist und sich laut Visitenkarte als der „Mann für alle Bälle“ engagieren lässt, um mit lokalen Kalauern gute Laune zu verbreiten. Auf seinem Zettel standen drei Darbietungen – eine schöner als die andere.

Der „Frasch Scheew“ (Friesischer Tisch) machte den Anfang. Unter der Leitung von Greta Johannsen kamen friesische und deutsche Volkslieder zu Gehör. Gerd Müller lud ein zu einem virtuellen Rundgang durch die Stiftung Seebüll – und deren Nolde-Garten.

Höhepunkt des Nachmittags war der Aufritt des Gebrauchshundesportvereins Niebüll (GHSV). In einer bühnenreifen Show demonstrierten Hundeführer und ihre Vierbeiner, was sie können – vom Grundverhalten bis zu Kunststücken, wie sie in Agility-Turnieren gefordert werden. Alle acht Hunde haben die Begleithundeprüfung und den Wesenstest hinter sich und nehmen jährlich an über einem Dutzend Turnieren teil. Trainiert werden sie von Anja Göttler und Dieter Schierholz. Auf der Bühne wurden neben Turnier-Elementen auch besondere Kunststücke gezeigt: etwa wie „Jule“ seinem Herrchen aus der Jacke hilft oder sich in einem Koffer zu Schlafen legt, wie „Oskar“ Meisterschaftes im Flyball zeigt oder „Paula“ wie ein Wirbelwind über die Hürden fegt. Den Beifall aus dem Publikum waren die Tiere so bisher nicht gewohnt. Doch auch den überstanden sie cool und gut erzogen.

Übrigens gemeinsam gesunden wurde auch. Unter anderem das Volkslied „Es tönen die Lieder, der Frühling kehrt wieder…“. Als das Lied zum Kanon wechselte, klappte es nicht ganz. Kommentar Detlef Petersen: „Das war wie ein ´gemischter Chor´. Die eine Hälfte konnte ihn, die andere nicht.“

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