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DRK Leck : „Wir wissen, was wir an euch haben“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

1957 wurde der DRK-Ortsverein offiziell ins Vereinsregister eingetragen.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2017 | 03:01 Uhr

Der DRK-Ortsverein besteht aus drei Säulen, die insgesamt 140 Jahre wertvolle Arbeit geleistet haben: Genau vor sechs Jahrzehnten wurde der Ortsverein ins Leben gerufen, die Bereitschaft existiert 40 Jahre und das Jugendrotkreuz hat gar ein Jahr mehr aufzuweisen, wurde aber in diese Jubiläen mit eingereiht. Rund 60 Gäste kamen zur Feier und gut 100 Bürger zum anschließenden Tag der offenen Tür.

Es kommt auf die Betrachtungsweise an, wie viele Jahre das DRK in der Gemeinde Leck seinen Platz hat. Wenn man die Freiwillige Sanitätskolonne als Vorläufer mitzählt, kommt man auf fast neun Jahrzehnte. Im November 1929 wurde diese Sanitätskolonne gegründet. Den Vorsitz hatte seinerzeit Dr. Hogrefe übernommen. 48 aktive und 103 passive Mitglieder zählte diese Einheit, die schon 1933 wieder von der Bildfläche verschwand. Richtig Gas gab der DRK-Ortsverein erst wieder 1956 unter Bürgermeister Ernst Kripke, am 2. Oktober des folgenden Jahres wurde der Verein beim Amtsgericht Flensburg ins Vereinsregister eingetragen. Insbesondere in die Amtszeit von Erich Katerberg (Bürgermeister von 1974 bis 1984) waren viele Ereignisse gefallen, die das Vereinsleben erheblich beeinflussten: Gründung des Jugendrotkreuzes (1976) und der Bereitschaftsgruppe (November 1977), deren Motor Wilhelm Ziegler war. Er war extra aus Hessen zu diesem Jubiläum angereist. In seiner Ansprache lieferte Vorsitzender Dieter Lüders weitere Eckdaten: Zuweisung des Katastrophenschutz-Fahrzeuges (1981), Kauf des heutigen DRK-Hauses in der Bahnhofstraße (1983), Anbau (1998). 1986 hatte man entschieden, wieder einen Nicht-Bürgermeister zum Vorsitzenden zu wählen. Karl-Hermann Nielsen übte dieses Amt 16 Jahre und sein Nachfolger Reinhard Schulz 12 Jahre aus. Seit gut drei Jahren lenkt Dieter Lüders die Zügel des Vereins, der heute 435 Mitglieder zählt.

Seinen Blick noch weiter zurück ließ Andreas Deidert schweifen. Der Bürgermeister erinnerte an den Gründer des Roten Kreuzes, Henry Dunant. Der Genfer Geschäftsmann hatte 1859 unsägliches Leid und Grauen auf dem Schlachtfeld bei Solferino erlebt, dass er entschloss, zu helfen und auch weitere Hilfe zu organisieren. Dieser Geist, Menschen und er Not, gleich jedem Geschlecht, egal welcher Nationalität zu helfen, dieser Geist lebe bis heute im Roten Kreuz fort, meinte Andreas Deidert, doch: „Hier vor Ort sind es nicht die großen Dinge, wie sie in den Krisen und Kriegen der Welt immer noch nötig sind. Hier ist es die Unterstützung der bedürftigen und alten Menschen in unserer Mitte, die Unterstützung bei Veranstaltungen, der Blutspendedienst, Rettungsdienst, die Erste-Hilfe-Ausbildung, die Jugendarbeit und vieles mehr“. Dafür sagte der Bürgermeister Dank und schloss mit einem „Tutti fratelli“ – Alle sind Brüder.

Geschenke und lobende Worte hatten die Gäste mitgebracht. „Wir wissen, was wir an Euch haben. Ihr seid auch unsere Partner, aber eher versteckt im Hintergrund“, überreichte Kreiswehrführer Christian Albertsen Schmückendes fürs Regal. „Danke für die ehrenamtliche Arbeit, die ihr tagtäglich leistet. Macht weiter so!“, rief der Präsident des DRK-Kreisverbandes, Frank Millack, den Mitgliedern zu. Er lobte die gute Zusammenarbeit zwischen DRK, Feuerwehr und THW: „Das brauchen wir in Nordfriesland und es funktioniert!“

Die Rotkreuzler hatten tüchtig die Ärmel hochgekrempelt für diesen Jubiläumstag. Sie bewirteten ihre Gäste und alle Interessierten, die sich am Nachmittag umschauen wollten. Infos gab es zuhauf, aber auch kleine Aktionen klärten auf. An dieses Ereignis erinnern werden nicht zuletzt drei Blutbuchen, die DRK-Mitglieder bereits im Frühjahr im Bürgerpark gepflanzt haben.


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