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Nordfriesland Tageblatt

19. November 2017 | 08:04 Uhr

Innovative Ideen : „Wir verbessern die Welt“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Aktiv-Region Nordfriesland Nord bewirbt sich für die nächste Förderperiode der EU: Interessierte waren zu einem Ideen-Workshop eingeladen.

shz.de von
erstellt am 10.Apr.2014 | 08:00 Uhr

An Willen und Selbstbewusstsein mangelt es nicht: „Wir verbessern die Welt“, war ein Statement zum Thema „Klimawandel und Energie“. Mehr als 80 Teilnehmer waren der Einladung der Lokalen Aktionsgruppe Aktiv-Region Nordfriesland-Nord gefolgt.

Ziel der Veranstaltung in der Nordsee-Akademie Leck war es, in öffentlichen Workshops Ideen und Anregungen für die Zukunft der Ämter Südtondern und Mittleres Nordfriesland mitzugestalten.


Energie als Mussthema


Denn bald startet die nächste Förderperiode der EU (2015 bis 2020) – und wenn öffentliches Geld in Projekte der Aktiv-Region Nordfriesland Nord fließen soll, muss es eine offizielle Bewerbung mit konkreten Projekten geben. Gerechnet werden könne mit einer Summe von insgesamt rund drei Millionen, berichtete Wilfried Bockholt, Vorsitzender des Vereins „LAG Aktiv-Region Nordfriesland Nord“. Hierfür verlangt die EU als Fördermittelgeber eine Strategie, genauer eine neue „Integrierte Entwicklungsstrategie (IES)“.

„Ich bin überhaupt nicht bange“, sagte Bockholt, der sich an eine ähnliche, erfolgreiche Veranstaltung vor sieben Jahren erinnerte, in der viele tolle Ideen geboren seien. Bisherige Leuchtturmprojekte könnten allerdings nicht weiter gefördert werden. Mit der Gesamtplanung wurde ein Konsortium aus den Firmen M+T Regio und RegionNord beauftragt. Das Land Schleswig-Holstein hat vier mögliche Schwerpunktthemen vorgegeben: „Wachstum und Innovation“, „Bildung“ und das Thema „Nachhaltige Daseinsvorsorge“ und „Klimawandel und Energie“. Erste Vorgespräche mit Fachvertretern zu den Schwerpunktthemen haben bereits Anfang März stattgefunden; die Herausforderung der interessierten Bürger in der Nordsee-Akademie war es nun, diese Oberbegriffe in Workshops mit Leben zu erfüllen, Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken gegeneinander abzuwägen.

Die Ergebnispräsentation nach gut einer Stunde Workshop-Brainstorming machte deutlich: Die Bereiche überschneiden sich vielfach. Regenerative Energien sind nichts ohne Innovation. Breitbandversorgung, erneuerbare Energien und die damit verbundenen Arbeits- und Ausbildungsplätze spielten wiederum eine Rolle in den Resultaten der Workshop-Gruppen Innovation, Bildung und Daseinsvorsorge. Schon eingangs hatte Norbert Limberg vom Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume in seinem nach eigenen Worten „Galopp durch die EU-Förderung“ deutlich gemacht: „Der Bereich Klimawandel und Energie ist ein Mussthema.“

Laut den Energie-Experten des Abends dringend nötig sind bessere Möglichkeiten zur Strom-Speicherung. In Nordfriesland werde dreieinhalb Mal mehr Strom produziert als verbraucht. Die Konzentration solle nicht nur auf Stromerzeugung, sondern auch auf Wärmenetze ausgeweitet werden. Auch die Konversionsflächen sollten weiterhin im Fokus sein. Ein weiterer Vorschlag: „Wir sollten uns auf die Sichtbarmachung der Stärken, die wir haben, konzentrieren.“ So könne man nachhaltigen Tourismus mit erneuerbaren Energien kombinieren, zum Beispiel Urlauber für die Dauer des Aufenthalts ein E-Mobil zur Verfügung gestellt werden. Auch eine E-Kartbahn war unter den Projektvorschlägen.


Ein Reha-Zentrum für Leck


Eine Modellsiedlung mit zukunftsweisender Energienutzung wurde von den Innovativ-Beauftragten vorgeschlagen, eine konkrete Idee der Daseinsvorsorge war ein Reha-Zentrum für Leck, die Gemeinde bringe mit „der schönen Luft und dem Wald“ gute Voraussetzungen, außerdem waren Inklusion und altersgerechtes Wohnen Themen. Die Arbeitsgruppe Bildung hatte unter anderem als Schwerpunkte die Potenziale der Bereiche Deutsch als Fremdsprache, generationsübergreifendes Lernen und Familienzentren herausgestellt.

Wer sich für die Workshop-Ergebnisse und den Fortschritt der Planung interessiert, findet in Kürze im Internet unter ar-nordfrieslandnord.forumprofi.de mehr Informationen. Aus den zahlreichen Ideen und Anregungen werden die Planer Empfehlungen erarbeiten, die in die weitere Strategie-Erstellung der Fachgremien mit einfließen. Ende September muss die Integrierte Entwicklungsstrategie der Aktiv-Region Nordfriesland Nord dann beim Ministerium eingereicht werden.

 

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