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Benefizkonzert : „Wir sind sprachlos über die Hilfe“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Martina und Lars Schoof erlebten mit den „Greyhounds“ und einem begeisterten Publikum in der Niebüller Gaststätte „Schmidt´s Nr. 5“ das Benefizkonzert zugunsten ihres Sohnes Finn

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erstellt am 19.Jan.2014 | 18:39 Uhr

Es wurde ein voller Erfolg – das Benefizkonzert mit der Band „The Greyhounds“ in der Niebüller Gaststätte „Schmidt´s Nr. 5“. Der Abend war für den knapp drei Jahre alten Finn aus Leck, der mit einer schweren Behinderung zur Welt kam (wir berichteten). Der Gastraum platzte förmlich aus allen Nähten, und die Stimmung kochte von Anfang an. Die nördlichste Rockabilly/Rock´n´Roll Band zog sämtliche Register ihres Könnens und gab unermüdlich Gas. In rasender Ton- und Liedfolge ging die Post bis zur totalen Erschöpfung ab. Das Publikum ging mit und rockte, was das Zeug hielt.

Es war der dritte Auftritt des Quartetts in „Schmidt´s Nr.5“ mit Gerrit Andresen, dem gebürtigen Niebüller aus Schleswig (Schlagzeug, Gesang), Jan Martensen aus Joldelund (Rhythmusgitarre), Nils Andersen aus Fockbek (Leadgitarre, Gesang) und Herbert Staecker als einziges Gründungsmitglied aus Friedrichstadt (Kontrabass und Gesang). Die Band besteht seit 1997 und spielt seit 2007 in der heutigen Besetzung. Ihr Name „Greyhound“ erinnert an die Überlandbusse in den USA, die den Windhund zu ihrem Markenzeichen erkoren haben.

Der Musikstil der Nordfriesen ist die Urform des Rock´n´Roll, genannt Rockabilly. Das Liedgut der Gruppe besteht zu rund 70 Prozent aus eigenen Songs. Der Rest wird gecovert, unter anderem auch der legendäre Jonny Cash. „Wir ergänzen diese Musikrichtung mit frischem Songmaterial, das ist unsere Philosophie“, erklärte Gerrit Andresen und ergänzte: „Das Gute an unserer Musik ist, dass wir alle Altersgruppen von 16 bis 86 bedienen können.“ Die älteren Zuhörer kämen, weil sie die Musik an ihre Sturm- und Drangzeit erinnert. „Bei den Jugendlichen haben wir einen Exotenbonus“.

Als die vier Vollblutmusiker von den beiden Geschäftsführerinnen Anja Petersen und Gaby Meier von „Schmidt´s Nr. 5“ auf ein Benefizkonzert für den kleinen Finn angesprochen wurden, „haben wir sofort ohne Wenn und Aber zugesagt“, erklärte Gerrit Andresen. „Es ist uns eine Ehre, hier für karitative Zwecke spielen zu dürfen.“ Gaby Meier hatte über das Schicksal des Kindes im Nordfriesland Tageblatt gelesen und spontan beschlossen zu helfen.

Die Geschichte des kleinen Jungen aus Leck, der im April 2011 mit einem Hydrocephalus – im Volksmund „Wasserkopf“ – zur Welt kam, hat auch ihre Partnerin Anja Petersen sehr berührt.Die beiden Geschäftsführerinnen holten für das Benefizkonzert neben der Band auch noch den Niebüller Förderverein „Haus Komet“ als Mitveranstalter ins Boot.

Vor Beginn des Konzertes fand die Psychologin und Konduktorin des Fördervereins, Rebecca Albers, anrührende Worte über das Schicksal der Familie. Viele Menschen in der Region hätten bereits geholfen. „Wir sind sprachlos über die Hilfe, die wir erfahren“, dankte Martina Schoof allen, die ihrem Kind durch ihre Spenden das Leben ein Stück weit erleichtern.

 

 



 

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