Sanierung : „Wir müssen zu Potte kommen“

Für 200  000 Euro soll der Pavillon wieder in Schuss gesetzt werden.
Für 200 000 Euro soll der Pavillon wieder in Schuss gesetzt werden.

Bestenfalls zur Weihnachtsmarkteröffnung wird der Lecker Pavillon fertig modernisiert sein. Auch eine Sanierung der ZOB-WC-Anlagen steht an.

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19. Juli 2015, 13:43 Uhr

Die Ausschreibungen sind vorbereitet und sollen nach dem Beschluss des Infrastruktur- und Umweltausschusses möglichst schnell auf den Weg gebracht werden, damit die Bauarbeiten beginnen können: Der Pavillon auf dem Kirchplatz wird für 200  000 Euro saniert. Dort einziehen wird dann das Café „Coffee & Spirit“.

Wie bereits berichtet, wird der Pavillon um einige Meter auf das angrenzende Kirchengelände erweitert und insgesamt energetisch saniert. Der östliche Treppenabgang (Herren) muss abgerissen werden, außerdem entsteht ein barrierefreies WC, das von Außen erreichbar sein wird. „Mit der Fertigstellung des Pavillons ist nicht vor Weihnachten zu rechnen“, meinte Bauamtsleiter Udo Schmäschke vom Amt Südtondern. Ingo Scholz (CDU) regte an: „Wir müssen anstreben, das Vorhaben vor Öffnung des Weihnachtsmarktes zu beenden. Das ist eine Frage der Organisation. Wir müssen zu Potte kommen.“ Den Dank an die Kirche für die Nutzung ihres Geländes teilte Klaus Schmidt (UWL) nicht ganz: „Wir stellen die sanitären Anlagen ja auch den Gotteshausbesuchern zur Verfügung. Ich hätte erwartet, dass sich die Kirche finanziell erkenntlich zeigt.“

Im Rahmen der Sitzung kamen auch erneut die Zustände der Toiletten am ZOB zur Sprache. „Bei den WC-Anlagen muss dringend etwas passieren. Entweder sanieren wir sie oder schließen sie ganz“, forderte Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn zum Handeln auf. Die Gemeinde habe die Reinigung verdoppelt, und dennoch könne man Bürgern den „Gang zur Erleichterung“ nicht zumuten. Die Meinungen gingen auseinander, denn die Sanierung des Toilettenhäuschens würde 17  800 Euro kosten. Mit Blick auf die bald sanierten WC’s im Pavillon wurde überlegt, ob die sanitäre Einrichtung am ZOB überhaupt aufrecht erhalten bleiben soll. Das behindertengerechte WC, das Menschen mit Beeinträchtigungen durch bundesweit genormte Schlüssel erreichen, könne ja auch von Nicht-Behinderten genutzt werden, hieß es. Diese müssten den Schlüssel dann beim Taxi-Stand anfordern. Johannes Erichsen-Bey (CDU): „Eine Haltestelle ohne frei zugängliche Toilette – das geht gar nicht!“ „Der Vandalismus dort wird nicht aufhören. Das haben wir in den vergangenen 20 Jahren nicht hinbekommen und werden es auch in Zukunft nicht vermeiden können. Deshalb sollten wir so wie möglich investieren“, plädierte Klaus Schmidt (UWL). Nach kontroverser Diskussion meinte Annemarie Carstensen (SPD): „Es hilft nichts, es muss saniert werden.“ Das sahen die Politiker um Ausschuss-Vorsitzenden Roland Mader ähnlich und sprachen sich mehrheitlich für eine Sanierung aus.

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