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Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 23:32 Uhr

„Wir lassen das Problem auf uns zukommen“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Kooperationsraum mit den sechs Gemeinden des früheren Amtes Wiedingharde hat erste Ziele erreicht und arbeitet daran, weitere ins Haus stehende Probleme abzuarbeiten. Das berichtete Amtsrätin Judith Horn in der 19. Sitzung der Gemeindevertretung unter dem Vorsitz von Bürgermeister Peter Ewaldsen.

Der aus Vertretern der Gemeinden gebildete Lenkungsausschuss kann das Thema Versorgung bereits abhaken, zu dem nach heutigem Stand kein Handlungsbedarf besteht. Das Thema „Kümmerer“ ist in Neukirchen dem DRK übertragen worden. Mit den Radwegen ist das so eine Sache. Die in Neukirchen auf Kosten der Gemeinde entstandenen Radwege sind anderen Verkehrsträgern übertragen worden, die nun aber vor Pflege und Unterhaltung der Wege hohe Umwelthürden errichtet haben. Großes Thema ist zurzeit das Wohnkonzept, nach dem 24 Wohneinheiten geplant sind. Vor der Realisierung (vermutlich in Klanxbüll) soll zunächst der Bedarf ermittelt werden. An dem Konzept sollen alle sechs Gemeinden beteiligt sein. Nachgedacht werde auch über die zurzeit 50 Vereine in der Wiedingharde, für die – Vorschlag aus dem Mitte des Lenkungsausschusses – jährlich ein „Tag der Vereine“ veranstaltet werden sollte. Die Idee zum „Kooperationsraum“ unter Gemeinden kommt vom Kreis Nordfriesland, ausgehend vom Gedanken, „dass nicht jeder alles tun sollte, Probleme gemeinsam angegangen werden und Ideen gebündelt realisiert werden sollten.“

Bürgermeister Ewaldsen präsentierte eine stattliche Liste der jüngst realisierten Vorhaben Das örtliche Schwimmbad ist für 100  000 Euro instandgesetzt worden. Die Kegelbahn im Haus der Vereine in Ordnung zu bringen, kostete 8000, das Deichmuseum „unter Dach“ zu bringen 11  000 und eine innerörtliche Straßenbaumaßnahme 12  000 Euro. Ferner wurde die Aschenbahn im Stadion für 40 000 Euro instand gesetzt.

Das beheizte Schwimmbad erfreute sich trotz der einen Monat späteren Eröffnung mit bis jetzt rund 13 000 Besuchern großen Zuspruchs. Am Wochenende war zwar offfizielles Saisonende, für die 128 Früh- und Spätschwimmer „mit einem Schlüssel“ soll das Bad sogar bis zum 3. Oktober. Das Bademeister-Ehepaar Karl Heinz und Bianca Petersen nahm 53 Prüfungen für Seepferdchen sowie bronzenes und silbernes Schwimmabzeichen ab. Übrigens könne für die Renovierung des Bades kein Zuschuss erwartet werden, ärgerte sich Bürgermeister Ewaldsen. Das Land fördere vorrangig Hallenbäder wegen ihres größeren Nutzens.

Aus der Bürgermeisterdienstversammlung berichtete er von einem „drohenden Reformgedanken“. Danach soll angesichts nicht mehr ausreichender Mittel über neue Gemeindestrukturen nachgedacht werden. Außerdem stelle der Flüchtlingszustrom das Land vor kaum oder nur schwer zu lösende Probleme. „Uns droht das Muss“, sagte Ewaldsen. Gleichwohl sei die Gemeinde bereit, Flüchtlinge aufzunehmen. „Wir lassen das Problem auf uns zukommen.“



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