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Sommerkurs in Leck : „Wir haben die Welt zu Gast“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Teilnehmer des Internationalen Sommerkurses luden zu einem Abend in die Lecker Nordsee-Akademie.

Leck | „Zaalouk“ isst man zum frischen Brot in Marokko, „Blinis“ mit Konfitüre in Russland und „Khachapuri“ in Georgien. Diese traditionellen Speisen schmeckten auch den Nordfriesen. Zu einem geselligen Abend mit Informationen, Gesang und Spiel hatten die 14 jungen Teilnehmer des 40. Internationalen Sommerkurses ihre Sponsoren in die Nordsee-Akademie eingeladen.

Gemeinsam und voneinander zu lernen, etwas über andere Kulturen zu erfahren und Deutschkenntnisse zu vertiefen war wieder einmal das Ziel des traditionellen Sommerkurses in der Nordsee Akademie. „Wir haben die Welt zu Gast“, sagte Akademieleiterin Dr. Ariane Huml zu den Gästen und den jungen Leuten rief sie zu: „Sie haben uns mit Ihrer Teilnahme bereichert!“ Dass der Nachwuchs aus fünf fernen Ländern zwei Wochen gemeinsam unter dem Dach der Bildungseinrichtung lebt, sei nicht zuletzt den Sponsoren und Förderern zu verdanken. „Ihre Unterstützung bedeutet uns viel“, betonte Dr. Ariane Huml.

Die Gemeinde Leck beispielsweise sponserte die Teilnahme für Greta Gudauskaite und Rokas Urbanavicius aus der litauischen Partnerstadt Birstonas. Gelb-Grün-Rot sind die Landesfarben und auch die Freundschaftsbänder, die ein jeder Gast nun um das Handgelenk gebunden bekam. Bereits zum vierten Mal ist Greta nach Deutschland gereist. „Ich bin interessiert an Europa, an den Kulturen und Traditionen“, begründet die Pharmazie-Studentin. Maia Mirziashvili aus Georgien studiert Anglistik und Deutsch, will ihr Studium nächstes Jahr in Deutschland fortsetzen und dann als Übersetzerin arbeiten.

Offen und herzlich begegneten die Frauen und Männer ihren Förderern. „Es ist schön, Leck zu besuchen. Es ist für uns eine kleine Stadt, die sooo schön ist!“, wiederholte Anastasiia Glebova aus dem russischen Pensa immer wieder und ihre Landsfrau Ekaterina Filippova staunte: „Es gibt so viele Blumen hier und gepflegte Häuser“. Die gewohnte Wärme in Marokko vermissen Safae Zine und Mehdi Chamine aus Casablanca nicht: „Bei uns ist es jetzt 34 Grad Celsius heiß, dafür ist hier alles grün“. Ihre Landestrachten hatten die vier Leute aus Usbekistan angelegt. Drei von ihnen studieren wie alle anderen Teilnehmer auch, nur Alisher Qodirov steht im Berufsleben und unterrichtet in Taschkent die deutsche Sprache.

Man kam ins Plaudern an diesem multi-kulturellen Abend. Lieder und ein kleines Spiel taten das Ihre für eine fröhliche, heitere Stimmung und am Bufett der „Heimattische“ füllte sich jeder gern die ungewohnten, aber leckeren Speisen auf.

Schnell sind die zwei Wochen vergangen, morgen reisen die „zusammengewürfelten“ Europäer mit einem Koffer voller Erlebnisse und Eindrücke, mit mehr Verständnis und größerer Toleranz anderen gegenüber wieder nach Hause. Mit dem Thema „Europa an den Grenzen – auf in die Zukunft“ haben sie sich beschäftigt, Landesgrenzen und die deutsch-dänische Grenzregion unter die Lupe genommen wie auch eigene Grenzen (Klettergarten) ausbalanciert. „Was bedeutet Europa für mich?“ hinterfragten die Teilnehmer schließlich. Ein Besuch bei CPI/Clausen & Bosse sowie Exkursionen rundeten das Programm ab. Heute werden sie in die älteste dänische Stadt, nach Ribe, fahren.

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