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Winterdienste sind bereit für den Kampf gegen Glätte und Schnee

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 09.Dez.2013 | 00:35 Uhr

Und nach dem Orkantief „Xaver“ kam der Schnee, der am vergangenen Wochenende jedoch nicht lange liegen blieb und dennoch einen Vorgeschmack auf das bot, was noch kommen wird. Derzeit zeigt sich der Dezember ungewöhnlich mild, erst Ende der Woche sinken die Temperaturen langsam wieder. Trotzdem sind die Winterdienste bereits seit Wochen vorbereitet.

28 Tonnen Streusalz und um die 40 Tonnen Kies stehen im Lecker Bauhof bereit für den Kampf gegen Glätte und Schnee. Den Winterdienst haben die Mitarbeiter aber fest im Blick.

Der offizielle Winterdienst beim Bauhof dauert vom 15. November bis zum 31. März, wird allerdings nur nach Bedarf aktiviert. Im Klartext heißt das, dass der Diensthabende bei Schneefall um vier Uhr früh seine Kollegen aus dem Bett klingelt. Nur eine Stunde später rücken die Fahrzeuge aus. Jeder Fahrer hat sein festes Fahrzeug und eine bestimmte Wegstrecke, rund 20 bis 25 Kilometer lang. Mindestens drei Stunden dauert ein „Streudurchgang“, und davon sind häufig mehr erforderlich. Ein Gemisch aus 80 Prozent Kies und 20 Prozent Salz wird auf die Gemeindestraßen gebracht.

Die Straßenmeisterei in der Flensburger Straße zeichnet verantwortlich für die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen von Schafflund bis nach Dagebüll, im Norden bis zur dänischen Grenze sowie die Insel Sylt. In Leck lagern 500 Tonnen Salz, im Niebüller Lager noch einmal 600 Tonnen Salz. „Das ist erst der Anfang. Die Hallen werden immer wieder aufgefüllt“, betont der Leiter, Bauamtsrat Gerhard Arfsten.

Auch in der Straßenmeisterei stehen die Mitarbeiter in den Startlöchern, 15 in Leck, 18 in Niebüll und vier auf Sylt, dazu drei Auszubildende. Sie müssen früh aufstehen, denn wenn Frau Holle ihre Betten ausschüttet und Väterchen Frost die Straßen vereist, beginnt ihre Arbeit bereits um vier Uhr. Sobald die Temperaturen um 0 Grad pendeln, kontrollieren zwei Melder eine halbe Stunde zuvor die Strecken und alarmieren bei Bedarf ihre Kollegen. Vier eigene Streufahrzeuge stehen zur Verfügung, ein Lkw wurde just mit einem Aufsatzstreuer aufgesattelt. Bei Bedarf können sechs weitere Fahrzeuge angemietet werden, um für Sicherheit auf den Straßen zu sorgen. „Wir arbeiten mit der sogenannten Feuchtsalzstreuung“, erklärt Gerhard Arfsten: Ein Salzsolegemisch wird auf das Trockensalz gesprüht, damit das Salz auf der Fahrbahn liegenbleibt und nicht vom Winde verweht.

Bei der Mannschaft des Bauhofes der Stadt Niebüll kann der Maschinenpark für den Räum- und Streudienst, wenn es die Wetterlage erfordert, in Windeseile umgerüstet werden. Im Schuppen des Altbaues lagern 70 Tonnen Streusalz, die für einige Zeit reichen dürften.

Zum Räumen und Streuen stehen drei große und zwei kleine Fahrzeugeinheiten zur Verfügung – angemietete Subunternehmen inklusive. Der Winterdienst beginnt zeitig und bevor die Stadt erwacht. Gestreut und geräumt wird nach einem festen Plan – und zwar beginnend mit den Hauptverkehrswegen in denen auch die Schulwege enthalten sind. Anschließend werden nach und nach die Außenbereiche abgefahren. Gestreut wird in der Regel auch hier mit dem Mix aus Streusalz und Sole.

Wenn Winterdienst ansteht, tritt die zwölfköpfige Bauhofmannschaft ihren Dienst um fünf Uhr früh an. Gestreut und geräumt wird bis etwa 20 Uhr. Doch gilt die Regel, dass sich der Winterdienst den Erfordernissen anpasst. Es kann sein, dass in Extremfällen bis in die frühen Nachtstunden hinein geräumt und gestreut werden muss.

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