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Winterdienst: Bürgermeister fordert Solidarität

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mehr als 100 Zuhörer verfolgten die jüngste Einwohnerversammlung. Hauptanliegen des Bürgermeisters Uwe Matthiesen war, den Bürgerinnen und Bürgern den Entwurf zur Änderung des Straßenreinigungssatzung einschließlich des Winterdienstes zur Kenntnis zu geben und beraten zu lassen. Den Text der angestrebten Satzung stellte Gemeindevertreter Erich Kruse vor. Auch gab er bekannt, die Finanzierung könnte über die Erhöhung der Grundsteuer B erfolgen, deren Hebesatz seit dem Jahre 2001 genau 300 Prozent betrage. Eine Anhebung des Satzes auf 320 Prozent würde für die Gemeinde Mehreinnahmen in Höhe von rund 10 000 Euro erbringen. Mit dieser Summe ließe sich innerorts der Winterdienst finanzieren. Dies gehe aus dem Kostenvoranschlag eines Unternehmens hervor.

Bürgermeister Matthiesen erläuterte, nicht immer seien alle Bürger ihren Streu- und Räumpflichten ordnungsgemäß nachgekommen. Da die Gemeinde sich für die Wahrnehmung der Interessen aller Einwohner verpflichtet fühle, möchte sie das Problemfeld, das sich mit einer Änderung des Satzung auftue, klären und sodann den Winterdienst organisieren und durchführen. Das Gemeindeoberhaupt appellierte an die außerorts wohnenden Einwohner, sich solidarisch zu verhalten. Vorgesehen sei, dass der Winterdienst innerhalb der Ortschaft überall geleistet werde, wo Häuser stehen, auch in Sackgassen. Der Räumdienst außerorts solle wie bislang erfolgen. Da er teurer sei als innerorts, wolle die Gemeinde – wie schon zuvor – die Mehrkosten tragen.

Werner Petersen wies darauf hin, die Gemeinde solle immer ein gutes Verhältnis zur Straßenverwaltung pflegen, da diese bei vielen Einsätzen im Innerortsgebiet unentgeltlich streue und räume, ohne dazu verpflichtet zu sein. Einwohner fragten an, ob der ausführende Unternehmer gegebenenfalls bei Gefahr hafte. Sie rieten, er solle eine entsprechende Haftpflichtversicherung nachweisen und eigenverantwortlich arbeiten. Des Weiteren wurde nachgefragt, ob die Reinigung der Abläufe und Schächte auch bei Schnee und Eis erfolgen werde, denn dies sei besonders schwierig, ja fast nicht zu händeln. Aus der Diskussion ging hervor, dass die Mehrheit der Versammelten die geplante Regelung des Winterdienstes als positives Konzept werteten.

In Fortsetzung der Tagesordnung ging Bürgermeister Matthiesen auf diverse aktuelle Probleme und Vorkommnisse ein. So werde die Kanalisation häufig durch unsachgemäß entsorgte Gegenstände beeinträchtigt, was erhebliche Mehrkosten verursache. Uwe Matthiesen warb auch darum, es möchten sich freiwillige Helfer für die Pflege der Rabatten finden, um den Dorfverschönerungsverein zu unterstützen. Da der Ladelunder Bürgerbus auch in der Gemeinde Achtrup sehr gut angenommen werde, sei zu überlegen, ob man die Strecke über Tettwang in den Fahrplan einbeziehen könne, so die Anregung eines Bürgers. Der Bürgerbusverein sucht noch weitere ehrenamtliche Fahrer.

Friedrichsen appellierte mit Nachdruck an alle Einwohner, nicht nur über Raser im Straßenverkehr zu klagen, sondern vor allem auch selbst die ausgewiesenen Höchstgeschwindigkeiten einzuhalten. Auf Anfrage eines Einwohners wurde bekanntgegeben, der Spielplatz in der Straße „Butterblöcke“ werde im Zuge seiner Sanierung demnächst mit einer neuen Schaukel und Sandkiste ausgestattet.

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erstellt am 10.Sep.2014 | 08:20 Uhr

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