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Winterdienst: Auch Südtondern ist auf die Glätte vorbereitet

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Winter kann kommen, die Salzlager sind gut gefüllt, die Mitarbeiter in der Straßenmeisterei und den Bauhöfen Leck und Niebüll vorbereitet. Sie werden den Kampf aufnehmen gegen Glätte und Schnee. Und davon soll es reichlich geben, wenn die alte Bauernregel sich bewahrheiten sollte: Die Natur hat Früchte ohne Ende produziert – also Vorsorge getroffen.

Allein im Bauhof Leck lagern bereits 28 Tonnen Streusalz und um die 40 Tonnen Kies. Das meiste davon stammt aus dem Vorjahr. „Im milden Winter 2013/14 mussten wir nur vier Mal zum Winterdienst ausrücken“, erklärte Anton Nahnsen. Nach der neuen Reinigungssatzung der Gemeinde werden die sieben Bauhof-Mitarbeiter allerdings eine Stunde früher aufstehen: Bereits um 7 Uhr müssen Frau Holles Spuren beseitigt und der Glätte der Garaus gemacht sein. Das bedeutet, dass bei Bedarf der Dienst um vier und nicht erst um fünf Uhr beginnt. Jeder Fahrer hat sein festes Fahrzeug und eine bestimmte Wegstrecke, gut 20 bis 25 Kilometer lang. Auf den klassifizierten Gemeindestraßen wird ein Gemisch aus 20 Prozent Salz und 80 Prozent Kies gebracht.

Gut gefüllt sind auch die Lager der Straßenmeisterei: 500 Tonnen Salz türmen sich in Leck und 600 Tonnen Salz im Niebüller Lager zu einem Berg auf. „Selbstverständlich sorgen wir immer wieder schnell für Nachschub“, sagt der Leiter, Bauamtsrat Gerhard Arfsten. Zwischen 500 und 600 Tonnen Salz habe man nur im vorigen Winter verbraucht, erklärt er, 2012/13 waren es immerhin 2 000 Tonnen.

Die Straßenmeisterei zeichnet verantwortlich für die Bundes-, Landes- und Kreisstraßen von Schafflund bis nach Dagebüll, im Norden bis zur dänischen Grenze sowie die Insel Sylt. Die Mitarbeiter stehen in den Startlöchern, 14 und zusätzlich zwei Auszubildende in Leck, sieben in Niebüll sowie vier auf Sylt.

Auch um die Straßen der Stadt Niebüll vor Glätte zu schützen, laufen die Vorkehrungen vor Ort bereits auf Hochtouren. In der Lagerhalle des städtischen Bauhofs warten momentan 70 Tonnen Streusalz auf den Einsatz. Auch hier handelt es sich um Streugut, das noch aus dem vergangenen Winter übrig geblieben ist. Nachdem das Streusalz schon vorhanden ist, kümmern sich die Angestellten des Bauhofs nun um ihre Maschinen, damit pünktlich zum Wintereinbruch alles Gerät einsatzbereit ist: „Momentan werden die Streukästen gewartet, die später für den Winterdienst benötigt werden“, sagt Niebülls Bauhofleiter Jochen Johannsen.

Wann es allerdings ernst wird und der erste Schnee auf Niebülls Straßen rieselt, vermag auch Johannsen nicht vorherzusagen: „Bei dieser Wetterlage wird das sicher noch einige Wochen dauern.“ Und auch die Witterung, die sich bis in den November durch milde Temperaturen auszeichnet, ist für den Bauhofleiter etwas Besonderes. „Ich kann mich persönlich nicht daran erinnern, wann es das letzte Mal so lange warm war – das ist Wahnsinn.“

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erstellt am 10.Nov.2014 | 12:27 Uhr

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