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Nordfriesland Tageblatt

14. Dezember 2017 | 09:23 Uhr

Erweiterung : Windmüller ziehen Bilanz

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Im Bürgerwindpark Emmelsbüll-Horsbüll wird derzeit eine siebente Anlage gebaut.

von
erstellt am 13.Aug.2015 | 06:00 Uhr

Seit November vergangenen Jahres ist der Bürgerwindpark Emmelsbüll-Horsbüll an der Grenze zum Niebüller Bereich in Betrieb und am Netz. Dort drehen sich mittlerweile sechs Windräder vom Typ „Senvion 3,4 M 104“ mit einer Nennleistung von insgesamt rund 20 Megawatt. Eigentümer sind etwa 750 Kommanditisten, die ausschließlich je zur Hälfte aus der Gemeinde Emmelsbüll-Horsbüll und den sogenannten Nordgemeinden Aventoft, Klanxbüll, Neukirchen und Rodenäs kommen.

Der Windpark wird noch nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) 2012 abgerechnet, also einer Vergütung von 9,375 Cent pro kWh. Aber auch hier, wie ebenfalls bei den umliegenden Windparks, hat die aktuelle Netzüberlastung Auswirkungen, wie Wolfgang Stapelfeldt, einer der vier Geschäftsführer, feststellt. Die Stillstandzeiten werden jedoch über eine Härtefallregelung (EisMan) zu 95 Prozent vergütet. Erst der Neubau der 380 KV-Westküstenleitung, mit deren Inbetriebnahme erst 2018 gerechnet wird, kann hier Abhilfe schaffen. Wie Stapelfeldt auf der Gesellschafterversammlung erläuterte, liegen die bisher erzielten Ergebnisse des Bürgerwindparks erfreulicherweise über den Prognosen aus dem Verkaufsprospekt, und so könne auch schon für das Jahr 2014 eine Ausschüttung an die Kommanditisten erfolgen. Auch zu den Entstehungskosten konnte der Geschäftsführer über deutliche Einsparung berichten. Denn statt der geplanten 27,5 Millionen Euro betrugen die Baukosten lediglich 26 Millionen Euro. Das eingesparte Geld wird nun für die Errichtung der siebten Mühle verwendet und schmälert die geplante Darlehensaufnahme. Eine Eigenkapital-Erhöhung für die Windpark-Erweiterung durch die Kommanditisten ist ebenfalls nicht erforderlich.

Der Wegebau für die neue Mühle vom Typ „Senvion 3,2 VG 114“ ist bereits abgeschlossen, und derzeit finden die Erdarbeiten für das Fundament statt. Im Gegensatz zu den anderen sechs Mühlen hat der neue Typ statt 104 Meter einen Rotor-Durchmessen von 114 Meter, das heißt jeder Flügel ist fünf Meter länger. Trotz der geringeren Eingangsleistung wird durch die größeren Flügel mit einem höheren Ertrag gerechnet. Durch die zusätzlichen Einnahmen hieraus werden sich somit zu gegebener Zeit auch die Ausschüttungen für die Anteilseigner erhöhen. „Die siebte Mühle soll im Herbst vollständig errichtet werden und kann somit auch noch in diesem Jahr an das Netz gehen“, so Wolfgang Stapelfeldt.

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