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Nordfriesland Tageblatt

17. Oktober 2017 | 04:37 Uhr

Windeln verstopfen die Pumpen der Kläranlage

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 28.Sep.2013 | 00:31 Uhr

Die Mitarbeiter der Kläranlage in Niebüll haben im Moment viel zu tun. Vermehrt müssen sie zu Stördienst-Einsätzen ausrücken, um Verstopfungen in Pumpwerken zu beseitigen. Zurzeit führt der Weg der Mitarbeiter meist zur gleichen Stelle. Das Baugebiet Fliederbogen/Holunderring aktiviert die automatischen Störmeldesysteme der Kläranlage überdurchschnittlich häufig.

Dort gibt es zwei Pumpen, die in regelmäßigen Abständen durch Verstopfungen den Abwasserfluss nicht mehr bewältigen können. „Wir holen da meist große Knäule mit Vliestüchern raus, die sich beim Herunterspülen in der Toilette miteinander verknoten und dann unsere Pumpen verstopfen“, berichtet Daniel Johannsen von den Klärwerken Niebüll.

„Es gibt schon zwei Pumpen, aber wenn die eine verstopft ist, folgt wenig später auch schon die zweite.“ Neben den Tüchern finden Johannsen und seine Kollegen auch immer wieder Babywindeln in den Knäulen.

Beides hat in der Toilette jedoch nichts verloren, sondern gehört in den Restmüll. Wenn die Anwohner diese Dinge weiterhin über die Toilette entsorgen, kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass es nicht erst im Pumpwerk, sondern schon im Kanalsystem, oder noch früher, bereits im heimischen Abwassersystem zu Verstopfungen kommt und dann wird es sehr teuer, die Rohre wieder frei zu pumpen.

„Wenn wir auch künftig so viele Sondereinsätze fahren müssen, dann geht das letztendlich zu Lasten aller Abwassergebühren-Zahler, denn so ein Einsatz kostet Geld“, bringt Daniel Johannsen die Sache auf den Punkt.

Er bittet die Anwohner des Baugebietes Fliederbogen/Holunderring deshalb darum, ihre Vliestücher und Babywindeln in einen Mülleimer und nicht in die Toilette zu werfen, denn da gehören sie nun einmal nicht hin.

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