Wiedereinweihung nach 10 000 Arbeitsstunden

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19. Juni 2015, 15:15 Uhr

„Gott schütze das Handwerk!“ Wünsche wie dieser von Amtsvorsteher Peter Ewaldsen und Worte des Lobes auf junge und gestandene Handwerker standen gestern im Fokus der Wiedereinweihung des Wasserturms am Bahnhof. Seine erste Einweihung fand vor 107 Jahren statt, allerdings weniger spektakulär als gestern, wo sich 100 Gäste vor dem Turm einfanden, um zu hören, was Vertreter aus den Reihen des heimischen Handwerks und der Sponsoren zu sagen hatten. Danach gilt die mit der Erhaltung des historischen und denkmalswerten Kleinods vollbrachte ehrenamtliche Leistung als einmalig in der Kleinstadt Niebüll, die um die vorletzte Jahrhundertwende mit dem Anschluss an das Eisenbahnnetz einen Aufschwung erhielt. Kreishandwerksmeister Ingwer Christophersen dankte allen, die an diesem Werk mitgewirkt haben, diesen voran die 200 Handwerksburschen, die 10  000 Arbeitsstunden leisteten. Sven Vogt, Initiator des Projekts und Retter des ehemals einsturzgefährdeten Wasserturms, hatte es geschafft, Kollegen aus allen erforderlichen Gewerken auf seine Seite zu ziehen und Identität zu generieren. Bankdirektor Klaus Sievers (VR-Bank) bezeichnete die Restaurierung als ein Werk, „mit dem auch wir uns identifizieren.“ Sein Kollege Dirk Ehlers (Nospa) sprach von einer besonderen Leistung und Niebülls Bürgervorsteher Uwe Christiansen von Erhaltung eines Baudenkmals. Kurzum: Die Stadt hat ihren „Turm“ als eines der noch verbliebenen Baudenkmäler in voller Pracht (und vielleicht noch viel schöner) wieder.

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