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Nordfriesland Tageblatt

20. November 2017 | 18:40 Uhr

Wie komme ich auf den Bahnsteig?

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Seniorenbeirat kritisiert mangelnde Barrierefreiheit auf dem Bahnhof – zudem stören sie sich an den langen Wartezeiten am Übergang Gather Landstraße

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2017 | 12:26 Uhr

Die Barrierefreiheit für ältere und behinderte Menschen bleibt für den Seniorenbeirat der Stadt Niebüll ein Dauerthema. Das wurde auch in der 6. Sitzung dieses Gremiums unter dem Vorsitz von Frauke Rörden-Prang deutlich. Dieses Mal ging es um den Bahnhof Niebüll. Im Fokus standen zwei Fragen. Wie komme ich auf den Bahnsteig und in meinen Zug? Und wie komme ich am Bahnübergang in der Gather Landstraße von einer auf die andere Seite?

Die Situation für beide Problempunkte ist – genau genommen – mit manch einem Ärgernis verbunden. Auf dem Bahnhof sind es die nicht mehr zeitgemäßen Züge, zu denen Ein- und Ausstieg mit bisweilen erheblichen Mühen verbunden ist. Am Bahnübergang ist es der permanente Ärger über die oft langen Wartezeiten, wenn Personen- und Autozüge ankommen oder abfahren. Im Seniorenbeirat ging es mit möglichen Verbesserungsvorschlägen hin und her. Mehr Konkretes jedoch soll ein Termin bringen, der für den 19. Mai im Amt anberaumt ist. Kompetente Fachleute werden dabei Lösungsmöglichkeiten vortragen. Der Seniorenbeirat wird mit drei Vertreter(inne)n mit von der Partie sein, Gelegenheit haben, sich einzubringen sowie die Sorgen und Nöte von Fußgängern und Radfahrern vortragen.

Die Vorsitzende informierte über ihre Aktivitäten seit der letzten Sitzung. Mit Gunhild Loske, der Vorsitzenden der AG Begegnungsstätte, ging es um den Seniortreff an der Friedrich-Paulsen-Straße, der entweder saniert oder durch einen Neubau ersetzt wird. Es bestehe die Sorge, dass während des Ausfalls dieser Adresse ein Bruch eintreten könnte. Mitglieder des Seniorenbeirats hatten an den Ausschusssitzungen der Stadtvertretung teilgenommen. Den Berichten zufolge schreiten die Bemühungen der Stadt zur Barrierefreiheit voran. Die Geschäftsleitung des Klinikums Nordfriesland informierte den Sozialausschuss über die Krankenhaussituation, und aus dem Umweltausschuss klang an, dass man um eine Verbesserung des „Fußbodens“ auf dem Weihnachtsmarkt bemüht sei. Wo immer es vonnöten war, die Erreichbarkeit zu verbessern, wurden Kontakte zu 14 örtlichen Einrichtungen aufgenommen. „Das Echo auf unsere Anliegen ist positiv gewesen“, sagte die Vorsitzende.

Weil Pflegefachkräfte zurzeit fehlen, bemüht sich der Seniorenbeirat um eine Lösung – und stellt sich als Ausbildung ein zweistufiges Modell vor: Nach einem ersten Jahr sollen sich Altenpflege-Helfer/innen entscheiden, ob sie weitermachen mit Ziel zu einer examinierten Pflegefachkraft. Ein Träger für diesen Ausbildungsgang müsse noch gesucht werden. Die bisher sechsjährige Ausbildungsdauer schrecke viele ab. Das sei nicht zuletzt einer der Gründe für den akuten Kräftemangel in diesem „nicht leichten“ Beruf.

Dann und wann sei der Seniorenbeirat mit dem Thema „GEMA-Gebühren“ in Berührung gekommen. Man müsse sich vorsehen, um nicht völlig überraschend zur Kasse gebeten zu werden, wenn öffentlich ein Lied gesungen werde. Sieghard Schmanteck verlas einen Passus aus einer Veröffentlichung, in der klar zum Ausdruck kam, was „öffentlich“ bedeutet. Worauf sich die Mitglieder des Seniorenbeirats zurücklehnten und befanden: „Eigentlich ist das nicht unser Bier.“  


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