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Nordfriesland Tageblatt

23. November 2017 | 23:33 Uhr

Westre eröffnet neuen Radweg

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zum Fest kam das ganze Dorf: Die Gesamtkosten für die neue Verbindung in Richtung Süderlügum betragen rund 275 000 Euro

von
erstellt am 03.Mai.2016 | 10:36 Uhr

„Ganz Westre“ war auf den Beinen, als bei strahlendem Sonnenschein der neue Radweg der Gemeinde in Richtung Süderlügum offiziell eingeweiht wurde. Am Vormittag versammelten sich die Teilnehmer des Festaktes vor und in dem neben dem Feuerwehrgerätehaus aufgestellten Zelt.

Bürgermeister Peter Max Hansen begrüßte auch Christian Petersen als Oberhaupt seiner Nachbargemeinde Süderlügum. Mit Anspielung auf die Hoffnung, dass letztere den Radweg eines Tages von der Gemeindegrenze bis zum eigenen Dorf fortsetzen werde, zumal sie den erforderlichen Landkauf bereits getätigt hat, rief er seinem Amtskollegen zu: „Sie sollen heute mal sehen, wie schön so ein Weg ist!“

Einen besonderen Dank sprach Peter Max Hansen allen Landverkäufern aus, die sich bereitgefunden hatten, Grund und Boden für den Radweg zur Verfügung zu stellen, denn das sei „keineswegs selbstverständlich.“ Jedem von ihnen ließ er – als Zeichen der Anerkennung – einen Präsentkorb überreichen. Des Weiteren dankte er allen Personen und Einrichtungen, die an der Umsetzung des Projektes mitgewirkt oder geholfen hatten, die Einweihung des Weges vorzubereiten, so auch dem Planerehepaar Karen und Hans-Werner Hansen aus Horstedt, dem Helferteam um Reimer Hansen und der Freiwilligen Feuerwehr Westre.

Zum Vorhaben selbst teilte der Bürgermeister mit, man habe im August 2015 begonnen, den 1,6 Kilometer langen Wege zu planen, der eine Breite von zwei Metern aufweise. Gekauft habe die Gemeinde aber einen etwa sieben Meter breiten Landstreifen, um Knicks und Bäume nicht roden zu müssen. Geschaffen worden sei – nicht weit vom Dorfkern entfernt – eine 6000 Quadratmeter umfassende Ausgleichsfläche, auf der sich ein „Urwald“ entwickeln solle. Die Gesamtkosten für den Landerwerb, den Bau des Weges, die Ausgleichsmaßnahmen und Entschädigungen bezifferte Peter Max Hansen mit „rund 275  000 Euro“. Zuschüsse seien nicht zu erwarten.

So informiert, begaben sich die Versammelten mit ihren Fahrrädern oder zu Fuß zu dem gegenüber der einstigen Gastwirtschaft beginnenden, noch durch ein Flatterband gesperrten Radweg, auf den ein Stein mit der Aufschrift „ANNO 2015“ hinweist. Dort lud Peter Steffens alle Wartenden ein, nach der Durchtrennung des Bandes den Weg bis zum Waldkrug zu befahren oder zu begehen. Dort werde er „einen ausgeben“, denn er freue sich sehr über den Radweg, obwohl er ihn anfangs wegen nicht garantierter Fortsetzung und fehlender Zuschüsse abgelehnt habe.

Als der Bürgermeister und sein Stellvertreter ihre Scheren gezückt und das Sperrband zerschnitten hatten, wurde dies mit lautstarkem Beifall der Zuschauer quittiert, die sodann unverzüglich in Richtung Waldkrug aufbrachen. Dort stießen sie darauf an, der Radweg möge allen Radlern und Fußgängern die für die Vermeidung von Verkehrsunfällen erforderliche Sicherheit bieten.

Wieder zum Gemeindehaus zurückgekehrt, wurden den Versammelten in der Garage des Feuerwehrautos kostenlos ein Essen und kühle Getränke gereicht. Während viele Kinder für Hochbetrieb in einer Hüpfburg sorgten, vergnügten sich die Erwachsenen bei zwanglosem Klönschnack oder durch Teilnahme an einem Quiz, dessen Fragen sich mit dem neuen Radweg und anderen Besonderheiten ihres Heimatdorfes befassten.

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