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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 21:33 Uhr

Western Swing feiert Comeback

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Band „The Swinging West Radio-Show“ begeisterte im Leck-Huus ihr Publikum mit Leichtigkeit und Fröhlichkeit

von
erstellt am 08.Feb.2016 | 17:08 Uhr

Das singende Klangbild einer Geige und einer Pedalsteelguitar, dazu eine samtweiche Stimme – das zeichnet den Western Swing aus. Dieser Musikstil wird derzeit wiederentdeckt und feierte am Sonnabend im Leck-Huus sein Comeback. Gut 80 Zuhörer geizten nicht mit frenetischem Beifall für die Band „The Swinging West Radio-Show“.

In den 30-er/40-er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde die Stilrichtung „Western Swing“ populär. „Da wollten die Cowboys im Westen der USA die heiße Musik aus dem Osten hören“, erklärte Bassist Uwe Frenzel. Kurz gesagt: Swing und Jazz trafen auf Country und Hillibilly. Stilprägend für den Western Swing waren seinerzeit die Musiklegenden Bob Wills und Spade Cooley, wie es hieß.

Wie die Musiker von „The Swinging West Radio-Show“ auf die Idee kamen, sich der „old fashioned“ Musik zu verschreiben? Sie ließen sich von den „Time jumpers“ aus Nashville inspirieren, allesamt Profi- und Studio-Musiker. Aus Liebe zu dieser Musik hatten sie ihre Band gegründet, das Geldverdienen stand nicht zur Debatte. Uwe Frenzel: „Das ist unser Hobby, das wir uns leisten.“ Zusammen gespielt haben die Hamburger Musiker schon länger, ihre Band gibt es erst seit einem Jahr. In ihrem Repertoire hatten traditionelle Western-Swing-Songs wie „In the mood“ von Lee Hazelwood oder der „Sugar moon“ ebenso ihren Platz wie Lieder, die einfach nur Spaß machen – aber mit dem Soundbild des Western Swing daherkamen, ganz nach dem Motto: „Das sind keine traditionellen Songs, aber wir machen sie dazu.“ „Ghostriders in the sky“ zum Beispiel, „Harvest moon“ von Neil Young oder Fleetwood Mac’s „Albatros“. Was die Lieder gemeinsam hatten, war eine Leichtigkeit und Fröhlichkeit, die sie verströmten. Nicht selten verführten sie zum Träumen, zum Loslassen.

Die Spielfreude merkte man den Musikern an diesem Abend an: Nils Tuxen an der Pedalsteelguitar, dem Geiger André Böttcher, Uwe Frenzel mit dem Kontro-Bass, dem Drummer Christoph Buhse, den Gitarristen Jürgen Kok und Andreas Grünewald. Jeder für sich ist ein Könner seines Fachs. Zu ihrem Spiel passte die angenehme, samtige Stimme der Gastsängerin Milla Kay hervorragend. Wen wunderte es, dass das Publikum Zugaben forderte? „Wir sind auf diese Situation vorbereitet“, schmunzelte Uwe Frenzel. Den Musikern gefiel ihr Auftritt in der Scheune, sie bedankten sich für den schönen Abend und boten an: „Wir kommen gern wieder!“

Das klang gut in den Ohren der Gäste. Sönke Klüwer aus Achtrup brachte es auf den Punkt: „Diese Musik hat richtig Spaß gebracht. Die Musiker sind absolute Profis und haben ihr Programm nicht einfach nur abgespult.“

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