Aus der Gemeindevertretung : Werner Schweizer bleibt Bürgermeister

Klixbülls neue Gemeindevertretung: (vorn v. l.) Birgit Tüchsen, Werner Schweizer, Rolf Friedrichsen, dahinter von links Ralf Nielsen, Andreas Koop, Jan Johannsen (bürgerliches Mitglied), Uwe Brodersen-Lutz, Torben Petersen, Stefan Nissen, Hauke Harder, Heike Petersen, es fehlen Gemeindevertreter Thomas Thomsen sowie die bürgerlichen Mitglieder:Jörg Jacobsen und Dieter Tönder.
Klixbülls neue Gemeindevertretung: (vorn v. l.) Birgit Tüchsen, Werner Schweizer, Rolf Friedrichsen, dahinter von links Ralf Nielsen, Andreas Koop, Jan Johannsen (bürgerliches Mitglied), Uwe Brodersen-Lutz, Torben Petersen, Stefan Nissen, Hauke Harder, Heike Petersen, es fehlen Gemeindevertreter Thomas Thomsen sowie die bürgerlichen Mitglieder:Jörg Jacobsen und Dieter Tönder.

Gemeindevertretung in Klixbüll hat sich konstituiert. Für scheidende und aktuelle Mitglieder gab es zum Dank nachwachsende Rohstoffe.

shz.de von
19. Juni 2018, 13:23 Uhr

Die Stimmung vor der konstituierenden Sitzung der Gemeinde Klixbüll im Dörpscampus ist entspannt, fast schon heiter. Vielleicht auch, weil der findige Besucher schon beim Eintreten in den Versammlungssaal im Nebenraum einen Blick auf Platten mit beeindruckend vielen Häppchen erhaschen konnte.


„Man darf sich auch selbst wählen“

Doch vor dem gemütlichen Teil kommen die Wahlen, die das älteste Mitglied der Gemeindevertretung leitet, so wollen es die Regeln. Bürgermeister Werner Schweizer stellt fest, dass er selbst das älteste Mitglied ist. Da er sich wieder der Wahl zum Bürgermeister stellen möchte, übergibt er den Vorsitz an das zweitälteste Mitglied Uwe Brodersen-Lutz. Es gibt keine Gegenkandidaten, keine Gegenstimmen: „Man darf sich auch selbst wählen“, ermuntert Dirk Pfeiffer vom Amt Südtondern – Werner Schweizer folgt dem Rat und ist wenig später einstimmig als Klixbülls Bürgermeister wiedergewählt. Ebenso einmütig bestimmen die Gemeindevertreter Rolf Friedrichsen zum ersten stellvertretenden Bürgermeister und Birgit Tüchsen zur zweiten stellvertretenden Bürgermeisterin.

Dann folgen Verpflichtung und Amtseinführung der weiteren Mitglieder der Gemeindevertretung. Ein bisschen erinnern die sich nacheinander erhebenden Gemeindevertreter an eine Laola-Welle, als Bürgermeister Schweizer reihum geht und per Handschlag verpflichtet. Die Besetzung der Ausschüsse (siehe auch Infokasten) ist bestens vorbereitet, nur nach einem Mitglied für den Friedhofsausschuss wird noch gesucht. „Wer kennt sich aus mit Friedhofsdingen? Am besten ein Rentner“, sagt Bürgermeister Schweizer und erntet Lacher aus Gremium und Publikum. Gewählt werden schließlich keine Rentner, sondern Torben Petersen und als Vertreterin Birgit Tüchsen.

Bevor es zum gemütlichen Teil übergeht, werden noch die Mitglieder gewürdigt, die aus dem Gemeinderat ausgeschieden sind. Lob und Dank gehen an Dirk Friedrichsen und Sven Gehlsen nach 10-jährigem Einsatz, Dirk Christiansen (in Abwesenheit) nach 15-jähriger Mitgliedschaft in der Gemeindevertretung und Bendix Christian Mommsen, der von 24 Jahren in der Gemeindevertretung 10 Jahre lang stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Klixbüll war. Außerdem wird Torsten Ertzinger (in Abwesenheit) verabschiedet, der fünf Jahre lang bürgerliches Mitglied des Schul-, Kultur- und Sportausschusses war.


„Loddar“ muss draußen bleiben

Dann gibt es Geschenke, die laut Bürgermeister Schweizer zu einer Gemeinde passen, die sich die Förderung von Nachhaltigkeit zum Ziel gesetzt hat: Scheidende wie aktuelle Mitglieder des Gemeindrats dürfen sich je einen Obstbaum aussuchen. Zwetschge, Birne, Apfel: „Nur Kirsche gibt’s nicht, ich habe mir sagen lassen, dass hier immer die Vögel schneller als die Menschen sein werden“, berichtet der Bürgermeister.

Auch er selbst darf einen Obstbaum mit nach Hause nehmen, oder vielmehr seine Frau Renate, die er liebevoll „meine Assistentin“ nennt und ohne deren Unterstützung seine Tätigkeit als Gemeindechef so gar nicht möglich sei. Auch der gemütliche Teil wäre nur halb so gemütlich, denn auch für die Häppchen hat die Frau des Bürgermeisters gesorgt. Und während drinnen die neue Gemeindevertretung schmaust, muss ein neuer Mitarbeiter draußen bleiben: Ein elektrischer Dörpsmäher dreht am Sportplatz seine Kreise. „Loddar (Matthäus)“ wurde er getauft, zudem sind noch Charlotte und Mark Spitz im Mäheinsatz. Auch am Seniorenheim trimmt ein Mähroboter das Gras, sein Name: Norbert „die Rente ist sicher“ Blüm.




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