dit än dat : Wer ist denn Ida?

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Heute in unserer Rubrik Friesenschnack: Die Tücken der Abkürzungs-Kommunikation.

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19. Januar 2015, 10:00 Uhr

„Fasse dich kurz“ – ein Kommunikationsleitspruch aus grauer Vorzeit, als es noch keine mobilen Geräte wie Handys und Smartphones gab, sondern Telefone mit Wählscheiben, die nicht selten fest an Wände montiert waren. Statt Flatrates gab es Fern- und Ortsgespräche, die teurer wurden, je länger man sprach, vor allem vor 18 Uhr. Und obwohl das alles der Vergangenheit angehört, bemerkt ein Leser bei seinen Kindern die zunehmende Tendenz, bei Textnachrichten abzukürzen, wo immer es geht. Ein-Wort-Antworten des Nachwuchses auf wohlgetippte Smartphone-Sätze des Vaters sind zwar knackig, aber nicht immer sofort verständlich. Die Antwort „Ida“ etwa verwirrte den Leser, der dann wieder per „What’s App“ nachfragen musste: „Wer ist denn Ida und was hat sie mit unserem Gespräch zu tun?“ Des Rätsels Lösung: Hinter „Ida“ verbirgt sich die Abkürzung „Ich dich auch“. Man lernt auch in der modernen Kurz-Kommunikation nie aus.

Friesenschnack-Hotline: 04661/96971341

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