Wenn Sagen-Figuren Theater machen

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23. März 2017, 14:49 Uhr

Zur Premiere des ersten Stückes des neugegründeten Nordfriisk Teooters. „Da üülje, da goue“ (die guten Alten) hebt sich am 2. April um 17 Uhr im Theatersaal der Nordseeakademie in Leck der Vorhang. Das Nordfriisk Teooter, bei dem professionelle Theatermacher mit erfahrenen Amateuren zusammen arbeiten, richtet sich nicht nur an diejenigen, die Friesisch verstehen. Alle Vorführungen sind mit deutschen Übertiteln ausgezeichnet, so dass auch Nichtfriesen oder auch Hörgeschädigte dem Stück problemlos folgen können.

„Wir wollen damit unter anderem erreichen, dass sich mehr Menschen als bisher für das friesische Theater interessieren, und dadurch auch in Kontakt zur Sprache kommen“, beschreibt der Vorsitzende des Trägervereins, Peter Nissen, das Anliegen der neuen Theatertruppe. Für Nissen, der unter anderem als Dramaturg für das Hamburger Ohnsorg-Theater arbeitet, steht aber auch fest: „In erster Linie geht es uns aber darum, hochwertiges und zeitgenössisches Theater in nordfriesischer Sprache zu präsentieren.“ Für das Stück „Da üülje, da goue“ stöberte der friesische Theatermacher Gary Funck im regionalen, kulturellen Fundus: Hauke Haien, Hertje von Horsbüll, Martje Flors – friesische Sagen und die friesische Geschichte sind geprägt von zahlreichen eigenwilligen Persönlichkeiten. Aus dem Alltag sind sie mittlerweile fast verschwunden, aber wo sind sie abgeblieben? In einem kleinen Provinztheater an der See haben sie überlebt. Nicht von ihnen begeistert ist der neue Regisseur Peter von Stein, und würde sie am liebsten vor die Tür setzen. Aber das ist gar nicht so einfach.

Weitere Aufführungstermine in Leck und Husum sowie mehr Informationen zum Nordfriisk Teooter finden sich im Internet unter www.teooter.de.

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