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Nordfriesland Tageblatt

21. Oktober 2017 | 20:38 Uhr

Zoff in Braderup : Wenn das Heizwerk dröhnt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Krach in Braderup: „Tieffrequente Schallwellen“ stören Anwohner der Norderstraße, wie auf der Gemeindevertretersitzung verlautete

Auf der Gemeinderatssitzung in Braderup am Dienstagabend ging es hoch her. In der Bürgerfragestunde machte ein Anwohner auf den Lärm eines Blockheizkraftwerkes aufmerksam. Die Bewohner in der Norderstraße könnten nicht mehr schlafen, sagte der Bürger. Seit langem gebe es dieses Problem, da ein Resonanzschalldämpfer fehle. Die tieffrequenten Schallwellen würden Herzrasen verursachen und weiteres Unwohlsein verursachen. „Leider bin ich kein Wachtelkönig“, sagte der Braderuper, „denn sonst wäre das Ding längst weg.“

„Das Ding“ sei zunächst im Außenbereich gebaut worden, gehöre nun aber zum Innenbereich der Gemeinde; diese sei also zuständig. Bürgermeister Holger Lassen stellte sich dem Problem und fragte konkret nach. So hat es offensichtlich schon ein Schallgutachten gebeben, das jedoch positiv ausfiel; mithin kein überhöhter Lärm gemesssen wurde. Dieses Gutachten sei wertlos, betonte der Bürger; es sei in einer Zeit gemessen worden, da da Heizwerk heruntergefahren worden sei, zudem sei der Zeitraum zu kurz gewesen. Jeder könne gern mitkommen, um sofort das tiefe Brummen wahrzunehmen. Bürgermeister Holger Lassen schlug vor, mit dem Problem an das Landesamt für ländliche Räume zu wenden. Dort gebe es Ansprechpartner für Immissionsschutz. Gleichzeitig solle das Gespräch mit dem Eigner gesucht werden.

Bürgermeister Holger Lassen verkündete zudem das Ergebnis des letzten Jahres hinsichtlich der Einnahmen. Rund 500 000 Euro werden auf der Habenseite verbucht. Mit dem Geld wird in naher Zukunft ein neues Gemeindehaus gebaut; dazu werde ein Planungsbüro beauftragt. Die Gemeinde hat zudem ein Grundstück gekauft, die Toilette am Friedhof soll instandgesetzt werden. Auch soll ein neues Feuerwehrauto gekauft werden; Lexgaard muss sich daran beteiligen. Der Hundeauslaufplatz wird weiter bestehen bleiben, so dass ein neuer Zaun erreichtet werden kann.

Wichtig: Es wird bald eine Dorfchronik geben. Dazu werden die Bürger gebeten, die Fragebogen ausgefüllt zurückzugeben. Die Sitzung ging flott voran; nach einer halben Stunde waren alle Anträge einstimmig beschieden worden.

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