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Nordfriesland Tageblatt

14. Dezember 2017 | 03:59 Uhr

Weniger Mühlen – dafür höhere

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Aufgrund einer kleineren Planungsfläche wird die Anzahl der Anlagen um zwei auf sechs Mühlen reduziert / Ihre Höhe steigt – auf je 150 Metern

von
erstellt am 20.Sep.2015 | 14:27 Uhr

Um das Thema Windkraft ging es währen der jüngsten jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung Achtrup. Bürgermeister Uwe Matthiesen gab einleitend bekannt, der Entwurf der 12. Änderung der Flächennutzungsplanes für das Gebiet südlich der Landesstraße 112, westlich der Kreisstraße 103 und östlich der Straße 'Eulenburg' (Windeignungsflächen) sei vom Innenministerium nicht genehmigt worden. Von der Ablehnung ebenfalls betroffen sei die eingereichte 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 3 (Repowering und Erweiterung des bestehenden Windparks). Das Planungsbüro „effplan Brunk & Ohmsen“ habe die Planungsunterlagen daraufhin neu bearbeitet. Die getroffenen Änderungen, die auch die Ansiedlung eines Seeadlerpaares in der Nähe des Planungsgebietes berücksichtigten, erläuterte der Planer Hansjörg Brunk. Er führte aus, aufgrund einer Verkleinerung der Planungsfläche im Vergleich zum ursprünglichen Entwurf und wegen veränderter Vorschriften bezüglich einzuhaltender Abstände sei es erforderlich, die Anzahl der Windstrom-Aggregate um zwei auf sechs „Mühlen“ zu reduzieren. Diese sollen – zwecks Vermeidung nennenswerter Ertragseinbußen – 150 Meter hoch werden, 16 Meter höher als die zunächst vorgesehenen. Die neue Planung lässt zugleich eine geringere Ausgleichsfläche zu.

Die Gemeindevertretung hob nunmehr die am 30. Juli 2014 gefassten Beschlüsse zur 12. Änderung des Flächennutzungsplanes sowie der 1. Änderung des Bebauungsgebietes Nr. 3 auf und billigte die gründlich überarbeiteten Versionen. Sie sollen neu ausgelegt und den Trägern öffentlicher Belange zur Kenntnis gegeben werden.


Haushaltsüberschreitungen


Auf Empfehlung des Finanzausschusses genehmigte die Gemeindevertretung einstimmig sämtliche im Jahre 2014 angefallenen Haushaltsüberschreitungen. Sie beliefen sich auf insgesamt 437  977 Euro. Von diesen entfielen 109  803 Euro auf Titelüberschreitungen, die der Bürgermeister aufgrund entsprechender Ermächtigungen getätigt hatte, da sie jeweils im Wert unter 5000 Euro lagen. Besonders stark fiel eine außerordentliche Tilgung in Höhe von 157  000 Euro ins Gewicht. Im Kindergartenbereich wurden echte Mehrausgaben im Betrage von 52  500 Euro getätigt. Die gesamten Betreuungskosten von Kindern in Kindergärten und Kinderkrippen überstiegen ihre Ansätze um einen Betrag von 148  000 Euro. Auch die Schulkostenbeiträge hatten die Planung um knapp 7000 Euro überschritten. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik ließ die vorgesehenen Kosten um rund 4000 Euro übersteigen. Die Aufwendungen für die Verlegung von Leerrohren für die geplante Breitbandversorgung schlug mit 18  500 Euro zu Buche. Letzterer Betrag soll aber nach dem Netzausbau erstattet werden.


Jahresabschluss 2014


Auch der Jahresabschluss 2014 wurde von der Gemeindevertretung einstimmig offiziell festgestellt und akzeptiert. Die Ergebnisrechnung konnte ausgeglichen gestaltet werden, wenngleich nur durch Entnahme eines Betrages in Höhe von 40  957 Euro aus der Finanzausgleichsrückstellung. Die Finanzrechnung, in der die Ein- und Auszahlungen dargestellt werden, weist einen Anstieg der liquiden Mittel um 85  885 Euro auf nunmehr 926  375 Euro aus. Die ausgewiesene Bilanzsumme belief sich 4  642  911 Euro.


Neuer Fußweg empfohlen


Der Finanzausschuss wie auch der Bau- und Planungsausschuss empfahlen übereinstimmend den Bau eines Fußweges zwischen den Baugebieten „Ahornweg“ und „Mühlenberg“ sowie die Fertigstellung eines weiteren Weges, der die Gebiete verbindet. Die Gemeindevertretung beschloss, beide Wege mit Brechsand als Deckschicht auszubauen und durch mittige Poller zu begrenzen.


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