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Kommunalpolitik : Weiteres Bauland für Süderlügum

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Neue Siedlungsfläche soll westlich des Baugebiets Haberland ausgewiesen werden / Gemeinde verliert durch neuen Finanzausgleich kein Geld

shz.de von
erstellt am 27.Nov.2014 | 05:00 Uhr

Nachdem alle Grundstücke im Baugebiet Maiacker so gut wie verkauft sind, ist in Süderlügum die Ausweisung eines neuen Baugebietes erforderlich, um weiteres Bauland für die Bürger vorzuhalten. Dieses soll nun westlich des Baugebietes Haberland, östlich des Westerhofes und nördlich der Straße Am Sportplatz entstehen.

Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen hierfür zu schaffen, beschlossen die Gemeindevertreter auf ihrer Sitzung im Landhaus Smaga einstimmig die 19. Änderung des entsprechenden Flächennutzungsplanes. Dieses war Voraussetzung für den Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplanes Nr. 23, der dann ebenfalls einstimmig angenommen wurde. Wie Bürgermeister Christian Magnus Petersen auf Nachfrage in der Einwohnerfragestunde berichtete, ist „für das geplante neu Gewerbegebiet an der B 5 inzwischen ein Grundstückskaufvertrag geschlossen“. Man hofft, dass die Planungen im kommenden Frühjahr abgeschlossen werden können, um dann im Sommer mit den Erschließungsarbeiten zu beginnen. Es werden nach wie vor zahlreiche Planungsgespräche mit Investoren und Behörden bezüglich Bau- und Gewerbeflächen, hauptsächlich an der B 5, geführt, so der Bürgermeister. Probleme bereiten derzeit viele defekte Straßenlaternen und die maroden Rohre der Oberflächenentwässerung. Der Antrag eines Bürgers, den Maiackerweg mit Straßenlampen nachzurüsten, wurde an den Bauausschuss verwiesen. Die Gemeinde hat eine freie Fläche am Süderweg verkauft, und der Geh- und Radweg Richtung Humptrup ist so gut wie fertiggestellt, wie Christian Magnus Petersen weiter berichtete.

Zufrieden zeigte er sich nach einem Gespräch mit der Interessengemeinschaft der Grenzhändler, da die geplante Maut für den kleinen Grenzverkehr nun doch wohl nicht gelten soll.

Das befürchtete Minus der Gemeinde Süderlügum aus dem neuen Landesfinanzausgleichgesetz (FAG) von rund 140 000 Euro, einschließlich Kreisumlage, wird sich nach der Änderung auf ein Plus von etwa 30 000 Euro wandeln, so der Bürgermeister. Damit hat man den Aufgaben des ländlichen Zentralortes zur Mitversorgung der Nachbargemeinden genüge getan.

Die Abgaben für die Schmutzwasserbeseitigung sind alle drei Jahre zu überprüfen und waren in Süderlügum zuletzt im Jahre 2001 abgehoben worden. Da in den letzten Jahren stets ein leichtes Minus entstanden war und die Gebühren aber kostendeckend erhoben werden müssen, beschlossen die Gemeindevertreter einstimmig die neuen Tarife. So steigt die Grundgebühr je nach sogenanntem Nenndurchfluss der Rohre auf sieben bis neunzig Euro pro Monat und die Zusatzgebühr von bisher 1,11 Euro auf 1,45 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser.

Der vom Finanzausschussvorsitzenden Momme Jürgensen vorgetragene Jahresabschluss 2013 weist einen Überschuss von 131 592 Euro aus. Dieses positive Ergebnis rührt hauptsächlich aus den Mehrerträgen der Gewerbesteuer, dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer, Schlüsselzuweisungen sowie bilanztechnischer Erlöse aus der Veräußerung von Baugrundstücken. Nach der Finanzrechnung ergaben sich Verbesserungen von über 1,13 Millionen Euro, sodass sich der Geldbestand auf fast 2,17 Millionen Euro erhöht hatte. Zurückzuführen sind die erheblichen Abweichungen auf zahlreiche zwar geplante aber in 2013 noch nicht durchgeführte Investitionsmaßnahmen. Deshalb war die geplante Kreditaufnahme von 400 000 Euro auch noch nicht erforderlich. Bei einem Anlagevermögen von gut 11,7 Millionen Euro und einem Umlaufvermögen von gut 2,2 Millionen Euro, beträgt die Bilanzsumme 2013 knapp 14,1 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote war auf 59,5 Prozent angestiegen (fast 8,4 Millionen Euro) und der Schuldenstand hat sich auf 668 054 Euro verringert (4,7 Prozent). Dem Jahresabschluss wie auch den Haushaltsüberschreitungen in 2013 von zusammen 294 125 Euro stimmte man einstimmig zu.





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