Wahl : Weitere sechs Jahre Amtswehrführer

Hans-Jürgen Breckling (54) wurde von den Delegierten der Freiwilligen Feuerwehren in seinem Amt bestätigt

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20. Juni 2014, 05:15 Uhr

An der Führungsspitze der Freiwilligen Feuerwehren des Amts Südtondern herrscht Beständigkeit: Der nach langer Krankheit wieder genesene Amtswehrführer Hans-Jürgen Breckling (54) aus Achtrup wurde in seinem Amt bestätigt und auf weitere sechs Jahre wiedergewählt. Das war auch für die beiden Stellvertreter Herbert Krüger (63), Uphusum, und Klaus Peter Nissen (57), Risum-Lindholm, der Fall. Der dritte stellvertretende Amtswehrführer Uwe Ingwersen (Aventoft) war bereits vor drei Jahren als Nachfolger von Anton Christiansen (Rodenäs) in dieses Amt gewählt worden.

Somit bleibt es auch dabei, dass die Feuerwehren aus den drei früheren Ämtern personell in der Amtswehrführung vertreten sind. Wegen der Erkrankung von Hans-Jürgen Breckling war die turnusmäßig anstehende Wahl verschoben worden. Sie fand am Mittwoch in der Stadthalle statt, wo 139 der insgesamt 152 stimmberechtigten Delegierten aus den 39 Ortsfeuerwehren erschienen waren und 1108 Feuerwehrleute vertreten.

Kandidiert hatten lediglich die bisherigen Amtsinhaber. Wie bei den Feuerwehren üblich, wurde geheim abgestimmt. Der alte und neue Amtswehrführer erhielt 96, Klaus-Peter Nissen 116 und Herbert Krüger 135 Stimmen. „Ich kann mit diesem Ergebnis leben“, kommentierte Breckling die Wiederwahl. Eingangs gab er seiner Freude Ausdruck, wieder vor der versammelten Mannschaft stehen zu können. Auf seine Rekonvaleszenz antippend, erklärte er, es noch einmal versuchen zu wollen. Er bedankte sich für die vielen Aufmerksamkeiten während seiner Abwesenheit. Sie hätten ihm Kraft gegeben, es noch einmal anzugehen. Seinen Stellvertretern attestierte er, sie hätten einen guten Job gemacht. „Das Telefon war zu Herbert (Krüger) umgeschaltet worden.“

Nach den Sommerferien will der alte und neue Amtswehrführer „volle Pulle“ durchstarten. Er und seine wiedergewählten Stellvertreter müssen vom Amtsausschuss in dessen Sitzung am 30. Juni noch bestätigt werden. Sie werden danach offiziell ernannt und in ihrer Funktion als Ehrenbeamte vereidigt.

Erster Gratulant war Amtsdirektor Otto Wilke. Dessen Kollegen und Kolleginnen hatten die Wahl vorbereitet, die Einhaltung der Regeln überwacht und das übliche „Drum-und-Dran“ für in Ordnung befunden. Wilke gab der Amtswehr eine Reihe von Hinweisen auf den Weg. Angesichts drohenden Mitgliederschwunds forderte er zu verbesserter Öffentlichkeitsarbeit und aktiverem Marketing auf. Wilke bezeichnete das als ein Muss, „weil Brandschutz und technische Hilfen ohne die Freiwilligkeit in der Feuerwehr nicht gehen“.

Der Amtsdirektor rechnete vor. Wenn die 1371 Freiwilligen Feuerwehren im Lande durch etwa 500 Berufsfeuerwehren ersetzt würden, müsste jede dieser Wehren mit einem Personalbestand von 80 Einsatzkräften ausgestattet sein. Die jährlichen Personalkosten pro Wehr beliefen sich dann auf zwei Millionen Euro – und für alle Berufswehren auf zwei Milliarden Euro. „Was Sie als Freiwillige Feuerwehr machen, ist alternativlos“, rechnete er gegen und ermunterte die Kommunen, sich aktiv in die Mitgliederwerbung einzubringen - „und die Wehren technisch auch angemessen auszurüsten.“ Womit der Amtsdirektor auch auf den motivierenden Aspekt antippte. „Die Zukunft beginnt heute“, mahnte Otto Wilke in der Stadthalle. . Die Führung der Amtswehr forderte er auf, die nun einmal in der Region notwendigen Prozesse aktiv mitzugestalten.

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