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Nordfriesland Tageblatt

22. Oktober 2017 | 00:12 Uhr

„Weihnachten kann kommen“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mal spektakulär, mal gemütlich: Bei den Nikolausmärkten in Leck sowie im Niebüller Gewerbegebiet Ost kamen Besucher auf ihre Kosten

von
erstellt am 07.Dez.2015 | 00:32 Uhr

Der Nikolausmarkt in Niebülls Gewerbegebiet Ost ist längst ein fester Termin im Adventskalender der Stadt geworden. Außer dem Tannenbaumverkauf, Wohltätigkeitsaktion, Spiel, Spaß und Unterhaltung gesellen sich alljährlich immer wieder neue Offerten und Aktivitäten hinzu, die einem bestimmten Zweck dienen.

In diesem Jahr war es die roten Kreuze in X-Form mit der Aufschrift „SOS – Klinik in Not“. Mit ihnen demonstriert die jüngst spontan gegründete Bürgeraktion „Gemeinsam füreinander“ für eine Erhaltung der Grund-, Regel- und Notfallversorgung durch das Niebüller Krankenhaus für 70  000 Einwohner in seinem Einzugsbereich. Am Nikolaustag wurden 100 zuvor hergestellte rote Kreuze von zehn engagierten jungen Leuten verkauft. Nicht eines blieb übrig. Jetzt sollen weitere „SOS-Xe“ produziert und schon am kommenden Wochenende angeboten werden. Das Material liefert das Friesencenter Niebüll – und sponsert 50 Prozent der Kosten.

Am Nikolausmarkt beteiligten sich außer dem Friesencenter die Stadtwerke sowie die Betriebe Schönlein, Knutzen wohnen und Euronics mit unterschiedlichen Angeboten und Aktionen. Ein weiterer Schwerpunkt des Nikolausmarkts war der Tannenbaumverkauf. Auf dem Markt wurden 1000 Nordmanntannen angeboten, geschlagen in der Nähe von Apenrade – und 850 davon verkauft.

Das extrem windige Wetter beeinträchtigte die Aktionen im Freien, konnte dem guten Besuch des Marktes jedoch nichts anhaben. Holger Schensar (Friesencenter) schätzt, dass am Wochenende an die 5000 Besucher den Weg ins Gewerbegebiet Ost fanden. Dort war Vielfalt angesagt. Die Lebenshilfe bot „Pförtchen – frisch aus der Pfanne“ an. Für Kinder waren betreute Spiel- und Bastelecken eingerichtet worden. Das „Haus KoMeT“ veranstaltete eine Tombola. Schüler der Gemeinschaftsschule Niebüll verkauften aus eigener Produktion Süßigkeiten, aus deren Erlös eine Klassenfahrt nach Österreich mitfinanziert werden soll. Im Eingangsbereich des Friesencenters bat Heike Limbrecht um Unterschriften für den Erhalt des örtlichen Klinikums.

Wie gesagt: Es herrschte reger Betrieb. Und es war stürmisch lebhaft auf dem Nikolausmarkt 2015 im Gewerbegebiet Ost, wo die Nordfriesen diesen Adventssonnabend auf ihre Art genossen.

Auch in Leck ging es stimmungsvoll zu: Die Glücksfee Holly machte ihre Sache prima am Sonnabend bei der ersten HGV-Nikolaussackverlosung in Leck. Ein ums andere Mal griff die Achtjährige in den Jutebeutel und zog die Gewinner. Fortuna meinte es gut mit Jan Möller aus Niebüll und Monika Klink aus Kappeln: Sie hatten schwer zu tragen an den beiden Hauptgewinnen.

Es mag am Sturm gelegen haben, dass sich das Weihnachtsdorf vor der St. Willehad-Kirche nur zögerlich füllte. Das „Lecker Christkind“ konnte mit seinem Besuch daran anscheinend nichts ändern. Eine Stunde vor der Verlosung schwebte es herein, war Blickfang und Ansprechpartnerin zugleich. Natürlich half sie gern Peter Erichsen, ließ sich mit der Hebebühne in die Höhe fahren und verkündete die vom Glücksmädchen gezogenen Namen. Wer rechtzeitig sein Glückscoupon abgegeben hatte, konnte auf Pralinen, Schmuck-Rentiere, Stollen, Deko-Vase und zwei Nikolaussäcke hoffen. Für letztere hatten Geschäftsleute attraktive Sachen spendiert, insgesamt bezifferte sich der Wert je Sack auf 375 Euro. „Weihnachten kann kommen“, freute sich Monika Klink, die häufig in Leck weilt. Nicht anwesend war Jan Möller, doch Mutter Silke eilte für ihn zur Gewinnausgabe. Überwiegend gingen die Preise aber nach Leck, beispielsweise in den Kokkedahler Weg, die Wikinger Straße oder Claudiusstraße.

Wenn der Besucheransturm auf dem Weihnachtsmarkt auch eher dürftig ausfiel, so wurde das Budenrund gelobt: „Es ist schön gemütlich!“ Mehr als ein Hingucker ist der in den Himmel ragende, riesige Weihnachtsbaum, bestens dekoriert mit hölzernem Schmuck und unzähligen Glühbirnen. Die Organisatorin des Marktes, Gemeindemanagerin Sabine Schwarz, zeigte sich mit Blick auf die emsigen Helfer zufrieden: „Es läuft alles gut!“ Insbesondere die Erbsensuppe der Bundeswehr fand an diesem Wochenende regen Absatz, meinte sie. Nun hofft sie auf winterlicheres Wetter für die 2. Nikolaussackverlosung am 3. Adventssonnabend ab 18.30 Uhr.

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