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Benefiz-Vorstellung : Weiberregiment begeistert Zuschauer

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Mit ihrem Dreiakter „Wieverregiment“ (Weiberregiment) aus der Feder von Anton Hamik begeisterte die Theatergruppe „De Plattdütschen“ im Andersen-Haus Klockries. Eintrittsgelder der Zuschauer und Miete für den Saal werden komplett dem Wilhelminen-Hospiz gespendet.

shz.de von
erstellt am 28.Sep.2013 | 08:45 Uhr

Mit ihrem Dreiakter „Wieverregiment“ (Weiberregiment) aus der Feder von Anton Hamik hat sich die Theatergruppe „De Plattdütschen“ im Andersen-Haus in ihrem 30. Jubiläumsjahr endgültig in die Herzen ihrer Zuschauer gespielt. Was da auf der Bühne geboten wurde hätte jedem Profi zur Ehre gereicht. Doch die sieben Mitspieler und Topusterin Uta Overlander sind Laien.

De Plattdütschen schlüpfen auch noch nach drei Jahrzehnten voller Elan in ihre Rollen und reißen das Publikum mit. Bei der Premiere war das Andersen-Haus fast ausverkauft. Die zweite Vorstellung war ebenfalls bestens besucht. Und das war auch gut so, denn es handelte sich um eine Benefizveranstaltung: „Der Erlös aus dem Kartenverkauf geht zu 100 Prozent an das Niebüller Hospiz“, berichtet Ingrid Friedrichsen. Da das Andersen-Haus auf die Miete seiner Räumlichkeiten verzichtet hat, wird die Spende um diesen Betrag erhöht.

Nicht nur Christel Tychsen als Initiatorin des Hospizes war hoch erfreut. Auch Bürgermeister Hauke Christiansen, der gleichzeitig dritter Vorsitzender des Fördervereins Hospiz ist, drückte in seiner Gratulationsansprache seine Freude und seinen Dank über die Sonderaufführung aus.

In der Scheune ist die Spannung inzwischen auf das bevorstehende Vergnügen gestiegen. Der Vorhang fällt und gibt den Blick frei auf die arg verwüstete Wohnstube der Bauernbrüder Klaus und Piet Schnack. Den beiden ist der Hof egal. Sie vergnügen sich lieber beim Fischen. Ihre Schwester Male ärgert die Misswirtschaft natürlich, denn sie hofft, dass ihre Tochter Sanna eines Tages den Hof erbt, da weder Klaus noch Piet eigene Nachkommen haben. Sie denkt an Entmündigung ihrer Brüder. Doch die entscheiden sich eines schönen Tages für eine Haushaltshilfe, um noch mehr Zeit für ihr Hobby zu haben.

Mit dem Einzug von Köksch Antje Rotermund bleibt nichts mehr wie es war. Sie hat sich vorgenommen, innerhalb eines Jahres Ordnung in das Leben von Klaus und Piet zu bringen. Resolut krempelt sie alles um. Es gelingt ihr schließlich, den beiden Brüdern Manieren beizubringen. „Ihr seid Bauern und keine Fischer“, sagt sie und fügt hinzu: „Nu wart arbeidt un nich fischt!“ Den Brüdern passt das neue strenge Regiment der Köksch ganz und gar nicht. Klaus meint: „Se is ´n Spitzboov, wi wüllt se nich hebben“. Piet stimmt dem zu: „Se mutt ut ´n Huus“.

Ein Jahr hat sich Antje Rotermund als Frist gesetzt, etwas zu verändern. Denn da sind auch noch die beiden Verliebten Sanna und der Seemann Hinrich, der Mutter Male ein Dorn im Auge ist. Ihre Tochter soll einen Bauern heiraten und keinen, der zur See fährt. Doch auch da managt die Köksch so nebenbei noch allerhand. Ihre größte Leistung ist das Testament, das die Brüder Klaus und Piet nach einigem Hin und Her unterschreiben.

Die nächste Aufführung ist am Sonnabend, 28. September, ab 16 Uhr im Andersen-Haus. Weitere Termine werden über die Presse bekanntgegeben. Karten sind in der Bücherstube Leu Niebüll, Bäckerpost Brigitte Jannsen Risum-Lindholm und im Andersen-Haus zu haben.

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