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Feuerwehreinsatz : Wehren löschen Großbrand in Aventoft

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Stroh-und Maschinenhalle brennt komplett ab. Feuerwehreinsatzleitung schätzt den Schaden auf rund 200 000 Euro

In der Nacht von Sonnabend auf Sonntag brannte in Aventoft, Grellsbülldeich, eine Stroh- und Maschinenhalle komplett nieder. Kurz vor 2.30 Uhr schrillten die Feuerwehr-Sirenen. Ein Bürger aus dem benachbarten Dänemark hatte das Feuer von dort aus gesehen und bei dem Tankstellenbesitzer in Aventoft angerufen. Dieser hatte sofort Großalarm ausgelöst, da im ersten Moment nicht zu erkennen war, ob nicht das mit mehreren Wohnungen ausgestattete Wohngebäude und Stallgebäude brannte.

Als zunächst die Aventofter Feuerwehr eintraf, brannte die Halle bereits in voller Ausdehnung. Der Funkenflug zog auf das daneben stehende Wohngebäude. Deshalb baute die Wehr zunächst eine so genannte Wasserwand auf, um dieses Gebäude zu schützen. Wasser aus dem Drei Harden-Netz konnte man nur kurze Zeit entnehmen, da die Hauptleitung schon kurz nach Beginn an zwei Stellen geplatzt war und abgestellt werden musste. Da aus dem Grenzstrom eine lange Wasserversorgung mit zwischen geschalteten Pumpen verlegt werden musste, wurden umgehend die Nachbarwehren aus Rosenkranz, Neukirchen, Humptrup und Rodenäs mit alarmiert. Mit vereinten Kräften gelang es schließlich das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Doch die großen Strohrundballen fingen immer wieder an zu brennen. Darum zog man einen großen Teleporter eines Landtechnischen Lohnunternehmens dazu, der das Stroh auseinander zog. So konnten die Feuerwehrleute die immer wieder aufkeimenden Glutnester sofort ersticken. Nach gut sechs Stunden Einsatz war alles soweit abgelöscht und die Wehren konnten mit ihren Aufräumungsarbeiten beginnen.

Die Feuerwehreinsatzleitung schätzt den Schaden trotz des geretteten Wohn- und Wirtschaftsgebäudes auf rund 200 000 Euro. Zur Brandursache konnte noch nichts gesagt werden, zumal es in der Halle keine elektrische Leitung gegeben haben soll. Auch selbst fahrende Maschinen waren dort wohl nicht untergestellt. Vorbildlich war die Versorgung der Einsatzkräfte mit warmen und kalten Getränke durch die DRK-Bereitschaft aus Niebüll. So hatten noch Glück im Unglück, als ihr Versorgungs-LKW beim Wenden in einem tief liegenden Böschungsheckloch stecken blieb und von der Rodenäser Wehr herausgezogen wurde. Während des Einsatzes war die Straße Grellsbülldeich für den Durchgangsverkehr abgesperrt worden.


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