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Nordfriesland Tageblatt

13. Dezember 2017 | 08:36 Uhr

Kunst im Amt : Wechselwirkung durch Nordseeluft

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Amt Südtondern zeigt noch bis Ende November 30 Werke der Bischofsheimer Künstlerin Ellen Ribbe

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2015 | 05:00 Uhr

Sie stammt aus Bischofsheim, liebt aber die Nordsee. Kennt die Natur, mag den Wind. Das Klima schafft Raum für Kreativität. Ellen Ribbe zeigt jetzt ihre Ausstellung „Wechselwirkung“, über 30 Arbeiten, die im Amt Südtondern ausgestellt sind. Spuren der Zeit, des Verfalls, die morbide Schönheit des Vergänglichen – alles ist Gegenstand einer ganzen Serie von großen und kleineren Werken, eine Auswahl ist nun in Niebüll zu sehen. Angefangen hat Ellen Ribbe mit Collagen; mit Zeichnungen, die an Joan Miró erinnern.

Wer diese bunte Welt erleben möchte, muss sich in die Seitenflure des Amtes begeben. „Zeichen entstehen, Farbflächen wachsen, Bilder entwickeln sich. Weitere Interventionen verändern, zerstören, und daraus ergibt sich ein neuer Weg“, so beschreibt Ellen Ribbe ihre aktuellen Arbeiten.

„Angeregt durch einen Besuch der NordArt in Rendsburg-Büdelsdorf war ich völlig gefangengenommen von den örtlichen Gegebenheiten. Mehr noch als die gezeigten Kunstwerke nahm ich die Wände und Böden ins Visier, machte hunderte Fotos und hatte mein Thema für die kommenden Jahre“, so die Künstlerin. Einen weiteren Themenschwerpunkt bilden die Arbeiten aus der Serie der „aufgegebenen Wände“, die sie über mehrere Jahre beschäftigt haben. Inzwischen veränderte sich ihr gestalterische Prozess. Eine Kombination aus bewusster Formgebung und intuitivem Zeichnen, Schichtungen, Malerei, Collageelementen und natürlich die Lust am Spiel mit Linien und ein gewisser Forscherdrang lassen permanent neue Werke entstehen.

„Ich weiß am Anfang nicht, was am Ende dabei heraus kommen wird. Es beginnt mit einigen intuitiven Zeichnungen oder dem bewussten Anlegen von Flächen durch Collage oder Malerei. So entspinnt sich eine Konversation zwischen meinen Händen, meinen Gefühlen und Gedanken und der Oberfläche des Bildes“, erklärt Ellen Ribbe. Immer wieder neue Wege: „Ich experimentiere mit unterschiedlichen Methoden, Materialien, probiere aus. Gelegentlich komme ich zu dem Punkt, wo die Arbeit zunächst weggelegt werden muss. Sie braucht eine Reifezeit. Mit frischem Blick gehe ich dann später weiter ans Werk oder das Bild und ich entscheide: Es ist fertig.“ Bis 20. November sind die Werke von Ellen Ribbe im Amt Südtondern zu sehen. Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeit besichtigt werden: Mo. bis Fr.: 8 bis 12 Uhr, Do.: zusätzlich auch am Nachmittag von 14 bis 18 Uhr.

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