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Nordfriesland Tageblatt

13. Dezember 2017 | 06:49 Uhr

Warum Lidl in die Schule kommt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Lehranstalt arbeitet mit dem Discounter zusammen – davon sollen sowohl die Schüler als auch das Unternehmen profitieren

von
erstellt am 06.Jun.2016 | 17:45 Uhr

Unternehmen treffen auf Schüler: Mit dem Discounter Lidl konnte die Emil-Nolde-Schule in Neukirchen nun als zweiten Partner aus der freien Wirtschaft einen Kooperationsvertrag im Rahmen des Nachwuchsförderungsprojektes „Landespartnerschaft Schule und Wirtschaft“ schließen. Schulleiterin Petra Christiansen, Lidl Ausbildungsleiter Arne Rehbein sowie die Fachberaterin Schule-Betrieb, Therese Seeck von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Flensburg, unterzeichneten den Vertrag in der Schul-Aula. Davor hatte Lidl alle Beteiligten aber erst einmal zu einem Frühstück in die Aula eingeladen, das liebevoll von Katja Löwe, Beauftragte für Mitarbeiter und Soziales im Betrieb, mit drei Auszubildenden aus verschiedenen Filialen vorbereitet worden war.

Das Projekt wird aus Mitteln des Ministeriums für Schule und Berufsbildung des Landes Schleswig-Holstein unterstützt, um eine enge Zusammenarbeit zwischen Schulen und Betrieben zu fördern. Hierdurch soll eine Verbesserung der Ausbildungsreife und eine praxisnahe Berufsorientierung gewährleistet werden.

Auch die IHK und Handwerkskammern, die alle geschlossenen Ausbildungsverträge verwalten und betreuen, unterstützen diese Landespartnerschaft. „Hierdurch wird frühzeitig die Möglichkeit gegeben, zu sehen, was euch interessiert und wo eure Talente liegen“, sagte Therese Seeck zu den 35 Kindern der beiden anwesenden achten Klassen.

Für Lidl ist es die sechste Partnerschaft mit Schulen in Schleswig-Holstein, sagte Arne Rehbein. Den Schülern werden Schnuppertage und Praktika angeboten. Außerdem gibt es Bewerbungstrainings, Berufserkundungen mit Betriebsbesichtigung, Info-Veranstaltungen für Eltern zum Thema Berufsorientierung und Lidl-Auszubildende kommen in die Schule und berichten über ihren Berufsalltag.

Durch diese stärkeren Realitätsbezüge soll die Schule in ihrer pädagogischen Arbeit unterstützt werden. Diese wiederum wählt Interessierte für das Praktikum aus, begleitet deren Bewerbungsverfahren und bindet das Unternehmen in den Unterricht und auf schuleigenen Berufsmessen mit ein. Motoren des Nachwuchsförderungsprogramms der Emil-Nolde-Schule sind die Lehrer Timo Arjes als Projektinitiator sowie der stellvertretende Schulleiter und Berufskoordinator Axel Stein. Die Partnerunternehmen könnten die Schüler aus der Region kennenlernen und ihren Firmen-Nachwuchs bereits früher rekrutieren. Damit könne die in den letzten Jahren immer größer werdende Lücke zwischen Schule und Arbeitsmarkt geschlossen werden, so die beiden Fachlehrer.

Da die Schule auch auf Wünsche der Partnerunternehmen eingeht, wird jede Kooperationsvereinbarung anders aussehen, so Timo Arjes. „Diese Form der Information zur Berufsorientierung hat sich erst in den letzten Jahren entwickelt.“

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