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Nordfriesland Tageblatt

22. August 2017 | 06:02 Uhr

Wärmenetzplanung in Stedesand startet

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Gemeinde Stedesand plant ein gemeinsames Wärmenetz – und lässt jetzt prüfen, ob das auch wirtschaftlich tragfähig ist. Antworten erwartet die Gemeinde aus einem Quartierskonzept, für das sie Fördermittel aus dem Programm 432 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und des Landes beantragt hat – als eine der ersten kleineren Gemeinden. Für die Erstellung des Konzeptes wurde die „Treurat und Partner Unternehmensberatungsgesellschaft“ beauftragt.

Zunächst werden die Energieverbräuche der Haushalte des Quartiers per Fragenbogen abgefragt. Parallel wird ein Energieberater an Hand von Beispielhäusern die durchschnittlichen Kosten einer energetischen Sanierung ermitteln.

Den Bürgern Stedesands sollen die Kosten für Einzelmaßnahmen transparent dargestellt werden. Mit dem Quartierskonzept soll jeder Bürger für sich ausrechnen können, was beispielsweise die Isolierung des Dachbodens pro Quadratmeter kostet und wie viel Heizkosteneinsparungen möglich werden können. Im Fokus dieser Untersuchungen stehen Maßnahmen, die mit großen Einspareffekten und wenigen Kosten für den Haushalt umgesetzt werden können.

Sobald die Daten der Energieverbräuche vorliegen, wird das Team von „Treurat und Partner“ mögliche Trassenverläufe eines Wärmenetzes simulieren und die Investitionskosten für ein solches „intelligentes Wärmenetz“ darstellen. Außerdem steht ein potentieller Wärmepreis fest, den ein Haushaltskunde für den Bezug der Wärme aus dem Netz bezahlen müsste.

Das Beratungsbüro hat drei Termine vorgesehen, an denen die Untersuchungsergebnisse den Bürgern vorgestellt werden. In den Workshops und in Einzelgesprächen haben diese die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse, Fragen, Anregungen und Anliegen vorzutragen. Die Workshops finden am 26. Mai sowie am 5. und 19 Juli im Dörpshus in Stedesand, jeweils 19 Uhr, statt.

„Unkalkulierbare fossile Energiepreise und steigende Anforderungen an den Klimaschutz“ – vor diesem Hintergrund will die Gemeinde Stedesand Rahmenbedingungen schaffen, mit denen die Einwohner Energieeffizienzmaßnahmen eigenständig und gemeinschaftlich umsetzen können. Neben der Attraktivitätssteigerung Stedesands erwartet die Gemeinde auch eine Zunahme der Wertschöpfung durch die Verdrängung der fossilen Energieträger.

www.mitmachwärme.de




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erstellt am 12.Apr.2016 | 11:36 Uhr

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