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Nordfriesland Tageblatt

16. August 2017 | 17:27 Uhr

Projekt : Wärme aus der Ferne

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Eine jüngst gegründete Genossenschaft will dem Ort Achtrup eine alternative Fernwärmeversorgung zu Öl und Gas bieten. 90 Bürger kamen zur Infoveranstaltung.

Die angestrebte Versorgung Achtruper Haushalte mit Fernwärme ist durch Gründung einer entsprechenden Genossenschaft ein gutes Stück vorangekommen. Auf Einladung der „Initiativgruppe Wärmeversorgung Achtrup“ versammelten sich gut 90 Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinde im Landgasthof „Achtruper Stuben“.

Projektleiter Klaus Thomsen von der auf Energie und Wärmetechnik spezialisierten Firma Gottburg GmbH & Co. KG. erläuterte das technische Konzept. Als erster Bauabschnitt soll ein in der Grundlast mit Biomethangas betriebenes Blockheizkraftwerk aufgestellt werden. Der erzeugte Strom soll verkauft, die Abwärme für die Fernwärmeversorgung genutzt werden. In Spitzenzeiten könne der Mehrbedarf an Wärme durch Verfeuerung von Holzhackschnitzeln und Pellets abgedeckt werden. Die Vorteile dieses Konzeptes liegen laut Thomsen unter anderem in dem Fortfall hauseigener Öl- oder Gasheizanlagen und deren Wartungskosten sowie in der Preisstabilität und Variabilität der zu nutzenden Heizstoffe.

Einsparungen von zirka 25 Prozent der Kosten gegenüber denen des Betriebs eigener Ölheizungsanlagen oder zirka zwölf Prozent im Vergleich zum Einsatz von Gasheizungen seien möglich.

Die Gründung der Genossenschaft, vertreten durch die Generalversammlung, leitete Friedhelm Onkes vom „Genossenschaftsverband aus Rendsburg. Er hatte auch die „Ursatzung“ vorbereitet, die einstimmig akzeptiert wurde. Sie setzt die Dauer des Wirtschaftsjahres vom 1. Juli bis zum 30. Juni des Folgejahres fest und regelt die Dauer der ehrenamtlichen Posten in Vorstand und Aufsichtsrat. Auch untersagt die Satzung jegliches Streben nach finanziellem Gewinn, gestattet aber Rücklagen im Umfange zu erwartender Reparaturkosten. Wer Mitglied werden möchte, zahlt je einmalig einen Genossenschaftsanteil von 1000 Euro sowie einen – verlorenen – Baukostenzuschuss in Höhe von 3000 Euro.

Die Wahl der Mitglieder des Aufsichtsrates fiel auf Jan Petersen für die Dauer von drei Jahren, Klaus-Peter Liebthal (zwei Jahre) und Heiko Hansen (ein Jahr). Letzterer wurde zum Vorsitzenden, Jan Petersen zu dessen Stellvertreter und Klaus-Peter Liebthal zum Schriftführer des Aufsichtsrates bestimmt.

Zum Ersatzvertreter des Gremiums wurde Bernd Brodersen einstimmig gewählt, der somit nachrückt, falls einer der drei ordentlichen Amtsinhaber einmal ausscheiden sollte.


Wahl des Vorstandes


Zur Wahl des Vorstandes zog sich der Aufsichtsrat in einen Nebenraum zurück. Danach wurden als Vorstandsangehörige benannt: Cay-Erik Geipel (für fünf Jahre), Jörg Windheuser (vier Jahre) und Birgit Breckling (drei Jahre). Die Auszählung der abgegebenen Beitrittserklärungen ergab 55 gültig ausgefüllte Zettel.

Die Verantwortlichen der Genossenschaft werden die Anmeldungen auswerten, um die Machbarkeit ihres Projektes zu prüfen und gegebenenfalls mit der Firma Gottburg in Vertragsverhandlungen einzutreten.

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erstellt am 05.Sep.2013 | 00:33 Uhr

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