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Geschäftswelt : VR-Bank: Grünkohl und gute Geschäfte

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

VR-Bank eG Niebüll informiert auf 18 Bezirksversammlungen ihre Mitglieder / Bank übergibt Spenden an gemeinnützige Organisationen

„Wir haben es wieder einmal geschafft.“ So oder ähnlich dürfte die Vorstandsetage der VR-Bank eG Niebüll nach dem Marathon von 18 Bezirksversammlungen durchatmen, in denen die Mitglieder über Wohl und Wehe des genossenschaftlichen Bankunternehmens informiert wurden.

In der Niebüller Stadthalle fand die letzte der „Grünkohlversammlungen“ statt, wie die Bezirksversammlungen im Volksmund auch genannt werden und stets eine „volle Hütte“ bescheren. Ein gut gelaunter Aufsichtsratschef Hans-Jakob Paulsen grüßte an die 500 Besucher des Abends, vergaß nicht, an die derzeitige Weltlage zu erinnern, hatte aber angesichts der Situation der VR-Bank Niebüll nur zu vermelden, dass es ihr gut gehe.

Vorstandsvorsitzender Klaus Sievers wurde in seinem Lagebericht konkreter und belegte das Ergehen der Bank mit harten Zahlen. Als Zeichen des Vertrauens gilt auch die Zahl der Mitglieder, die sich in den bisherigen neun Monaten dieses Jahres um 500 auf 18  238 erhöhte. Zusammen mit ihren Verbundpartnern erreichte sie eine Bilanzsumme von 2,868 Milliarden Euro, denen eine VR-eigene und acht Prozent gestiegene Bilanzsumme von 1,597 Milliarden Euro gegenüber steht (Stand September dieses Jahres). Doch sei hier zu berücksichtigen, dass das Kreditvolumen nicht im gewohnten Maße gestiegen sei. Untermauert werde der Status aber von einer zurzeit bundesweit robusten Konjunktur und einer Staatsverschuldung um null. Es sei abzuwarten, wie sich der Zustrom von Neubürgern auswirke. „Auf alle Fälle sind wir dem gegenüber positiv eingestellt.“

Handel, Handwerk und Landwirtschaft sieht Bänker Klaus Sievers in unterschiedlicher Stimmungslage: das Handwerk mit vollen Auftragsbüchern, die Bauern mit zu niedrigen Preisen. Was die nur mäßig gestiegenen Kundeneinlagen angeht, rät Sievers dazu, über alternative Anlagen nachzudenken. Als solide Basis der Bank sieht Sievers ihr Eigenkapital, das von 2013 bis heute von 94,2 auf 133,1 Millionen Euro angestiegen ist.

Die Arbeit in der Bank bewältigen 335 Mitarbeiter. Zurzeit werden 26 Nachwuchskräfte ausgebildet. Die VR-Bank Niebüll sieht sich als familienfreundliches Unternehmen, unterstützt gesundheitsfördernde Maßnahmen und gewählt Müttern Alternativen in der zeitlichen Gestaltung ihrer Arbeitszeit. Die VR-Bank-Stiftung schüttet alljährlich Gelder aus (im vergangenen Jahr 91  430 Euro), mit denen wohltätige Einrichtungen unterstützt werden – wie etwa das Hospiz, das jährlich 25  000 Euro erhält. Den Neubürgern der Stadt kamen jüngst Spenden zugute. In Leck und Bredstedt wurde Platz für die Unterbringung von Flüchtlingen zur Verfügung gestellt. Mit dem „willkürlich erzeugten“ Niedrigzins könne auch die VR-Bank keinen Staat machen, bedauerte Sievert, der vorrechnete, dass eine Verdoppelung des Vermögens zurzeit ein Leben lang dauern würde. Sein Fazit: Die Lage der VR-Bank stellt sich positiv dar. Die Konjunktur stimmt. Die Bank steht auf einer starken Eigenkapitalsdecke.

Das Programm des Info-Abends moderierten Nina und Nahne, zwei Azubis aus dem 1. Lehrjahr. Den Ortswehren Lindholm und Risum wurden Schecks über je 1200 Euro überreicht. Den unterhaltsamen Part bestritt der Bäckergeselle Daniel Lorenzen. Der junge Joldelunder Bäcker berichtete von seiner dreijährigen Wanderschaft, die über drei Kontinente, durch 21 Länder und 25 Bäckereien führte, in denen er handwerkliche Erfahrungen machte, unterwegs Menschen begegnete, die ihn glücklich und zuweilen auch traurig machten und wie er sich unterwegs auch zu einem handwerklich und kulturell bewanderten Menschen heranreifen fühlte. Was der Nordfriese erzählte, war spannend und unterhaltsam. Und wie er die Menschen unterwegs beschrieb, Hunger, Durst und Kälte schilderte, rührte an. Und als er vom Wiedersehen mit Papa Gerd und seinen Lieben mit den Worten „das war schön“erzählte, brandete ihm ebenso dankbarer wie herzhafter Applaus entgegen.

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erstellt am 26.Nov.2015 | 15:32 Uhr

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