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Nordfriesland Tageblatt

23. August 2017 | 21:37 Uhr

Vortrag zum Ausstellungsende

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Am Sonntag, 17. August, schließt die KZ-Gedenk- und Begegnungsstätte Ladelund um 18 Uhr ihre seit dem 29. Juni in ihrem Dokumentenhaus gezeigte Sonderausstellung „8. November 1938 – die ’Reichskristallnacht’ in Schleswig-Holstein“.

Anlässlich der Finissage, zu der alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, wird Dr. Harald Schmid einen Vortrag halten über das Thema „Der bagatellisierte Massenmord – Die ’Reichsscherbenwoche’ von 1938 in der deutschen Erinnerung“. Wie er dazu anmerkt, ist die „Reichskristallnacht“ in der deutschen Erinnerungskultur seit langem das herausragende Datum des Gedenkens der jüdischen Opfer des Nationalsozialismus. Doch sei die tagelange Terrorwelle gegen Deutschlands Juden über Jahrzehnte hinweg häufig bagatellisiert worden. „Die öffentliche Erinnerung war oft geprägt von beschönigenden Stereotypen“, so Dr. Harald Schmid, der in seinem Vortrag diese Geschichte der Verharmlosung nachzuzeichnen gedenkt und mit Blick auf die Gegenwart zu der Frage Stellung nehmen wird, worin die fortdauernde Aktualität der November-Progrome besteht.

Der Referent ist Politikwissenschaftler und Zeithistoriker, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bürgerstiftung Schleswig-Holstein und freischaffender Wissenschaftler. Als solcher hat er schon viele Publikationen zu den Themen der Aufarbeitung der Vergangenheit in der Bundesrepublik und in der DDR herausgebracht.

Der Eintritt ist frei.

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erstellt am 03.Aug.2014 | 14:16 Uhr

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