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Musikfreunde Leck und Umgebung : Vorstand einig: Konzerte ohne Eintritt

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Musikfreunde können sich vor Bewerbern, die in Leck musizieren wollen, kaum retten.

„O Welt der Töne, gespeist aus Seelentiefen, Unsagbares klingt,“ diesen japanischen Ausspruch, den das – inzwischen verstorbene – Mitglied Ingrid Grunsky dem Verein der „Musikfreunde in Leck und Umgebung e.V.“ einst anlässlich dessen fünften „Geburtstages“ widmete, stellte Vorsitzende Heidi Specht-Christel der Jahresversammlung voran. Ihr Dank galt allen Mitgliedern für deren Treue und gute Beteiligung an den Konzerten sowie ihren Mitstreitern im Vorstand für deren tatkräftige Unterstützung. Weitere Worte des Dankes richtete sie an das Ehrenmitglied Peter Sievers, der regelmäßig ehrenamtlich vor den Konzerten im Rathaussaal die Stühle aufstellt und für Getränke sorgt, sowie an die Nord-Ostsee-Sparkasse (Nospa), der die Musikfreunde so manche großzügige Spende zu verdanken haben.

Bedingt durch Sterbefälle und Austritte, denen Neueintritte nicht in entsprechender Anzahl gegenüberstanden, sank die Zahl der Mitglieder im Berichtsjahr um 17 auf nunmehr 114 (darunter 13 Ehrenmitglieder) ab. Erschwerend kam hinzu, dass – verständlicherweise – die Honorare der Künstler gestiegen sind, was die Realisierung der Konzerte ungemein erschwert.


Spenden statt Eintrittsgelder


Dennoch, so Heidi Specht-Christel, wolle man an der Regelung, auf Eintrittsgelder zu verzichten und stattdessen auf ausreichend Spendengelder zu hoffen, gerne festhalten, um auch sozial schwächeren Mitmenschen den Genuss künstlerisch anspruchsvoller Kammermusik zu ermöglichen. Die an der Abendkasse eingehenden Spenden hätten aber im abgelaufenen Jahre bei weitem nicht ausgereicht, die Kosten der Konzerte zu decken, geschweige denn, kleine Polster anzulegen, um zum Beispiel den „in die Jahre gekommenen“ Blüthner-Flügel einmal gründlich überarbeiten zu lassen.


Programm mit hohem Niveau


Constance Vogel bekräftigte die finanzielle Besorgnis und betonte, es seien bei ihr als künstlerisch verantwortlicher Organisatorin der Konzerte ständig Anfragen hochkarätiger Künstler eingegangen, die darum gebeten hätten, einmal in Leck konzertieren zu dürfen. Deren Honorare aber seien in der Regel auf normalem Wege nicht zu bezahlen gewesen und hätten darum fast immer abgelehnt werden müssen. Auch so manchen Musikern, denen es bei ihren Auftritten in Leck so gut gefallen habe, dass sie sich um neuerliche Konzerte bewarben, habe man Absagen erteilen müssen. Dessen ungeachtet, werde man aber auch im angelaufenen Konzertjahr wieder Mitglieder des vom Deutschen Musikrat betreuten Kreises „Podeum junger Künstler“ einladen.

Reinhard Kampmann trug den Kassenbericht vor, der keinerlei Anlässe zu Beanstandungen bot, deshalb einstimmig akzeptiert wurde und sodann auf Antrag des Revisors Helmut Enke zur Entlastung des gesamten Vorstandes führte.

Wiederwahl hieß es unter dem nächsten Tagesordnungspunkt für alle bisherigen Vorstandsmitglieder: Heidi Specht-Christel (Vorsitzende), Constance Vogel (Stellvertreterin und Organisatorin der Konzerte) und Reinhard Kampmann (Kassenwart).

Unter der abschließenden Rubrik „Verschiedenes“ wurden auf Anregung des Dr. Burkhard Forbrich, der nach der Gründung des Vereins viele Jahre als stellvertretender Vorsitzender amtierte, darüber diskutiert, ob und wie es möglich sei, die Zusammenarbeit mit befreundeten Musikvereinen im Landesteil Schleswig und in Nordschleswig zu intensivieren, um wirtschaftlicher arbeiten zu können. Dabei kam aber immer wieder die Schwierigkeit zur Sprache, Veranstaltungstermine so festzulegen, dass der Arbeitsrhythmus aller Beteiligten nicht gestört würde.

Constance Vogel sprach abschließend die vereinseigene Homepage an und bat darum, es möge sich jemand melden, der bereit und in der Lage sei, die Seite sorgfältig zu pflegen.

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erstellt am 04.Apr.2016 | 06:45 Uhr

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